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Was zeichnet einen Social Business/E 2.0 Community Manager aus?

Was zeichnet den Community Manager aus

In einem kurzen Brainstorming haben wir einige Begriffe auf das Papier bekommen, was einen guten CM auszeichnet.

Grundsätzlich ist ein CM ein offener Mensch, dessen Aufgabe es ist, andere bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

 

verankert: der CM ist Teil des Unternehmens; kennt das Unternehmen und die wichtigen Akteure

vernetzt: pflegt sein Netzwerk, hilft seinen Communities, indem dieses Netzwerk bei Bedarf mit eingebunden, befragt oder informiert wird (natürlich immer nur soweit, wie die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Community nicht gestört wird)

weitsichtig: schaut über den eigenen Tellerrand hinaus, kann Zusammenhänge erkennen, sieht mögliche Auswirkungen

Online & Offline: erfolgreich als CM kann man nur sein, wenn man diese Fähigkeiten sowohl seiner realen wie auch in der virtuellen Welt besitzt

Technik: Bits und Bytes schiebt der CM nicht unbedingt hin und her, aber ein grundsätzliches Verständnis sollte vorhanden sein

integriert: Ein CM muss nicht unbedingt ebenso tiefe fachliche Kenntnisse wie die regulären Community Mitglieder haben, aber der CM sollte mit eingebunden sein, informiert werden sowie ein aktives und akzeptiertes Mitglied  der Community sein

offen:  Nur wer offen kommuniziert, sich gerne mit anderen Menschen austauscht und interessiert daran interessiert ist, was andere machen, kann erfolgreich als CM arbeiten

begeisternd: Höhen und Tiefen wird es im “Leben” einer Community immer mal wieder geben, daher muss der CM bei möglichen Tiefen bereit und in der Lage ist, andere zu begeistern und sie wieder mitzunehmen, der CM wieder Schwung zu geben

Geduld: Meist haben die anderen Community Mitglieder noch andere Aufgaben zu erledigen, daher muss der CM ab und an auch mal Geduld haben, aber bei Bedarf auch mit Nachdruck die Mitglieder zur Mitarbeit auffordern

Zuhörer: Lauschen, Zuhören, Beobachten und wenn nötig Nachfragen

Methoden: Manchmal muss der CM aktiv in die Community eingreifen, dafür wird neben viel Erfahrung, Humor und Krisenfestigkeit auch das Handwerkszeug für den Umgang mit Gruppen benötigt

Gestalter: Der CM hat bei der Erstellung und Umsetzung einer Community meist das größte Wissen und muss daher auch bei der Gestaltung einer Community selber aktiv werden und/oder die anderen unterstützen

Storyteller: Mein persönlicher Lieblingsbegriff bzw. Aufgabe! Immer wieder gilt es, die existierenden, aber vor allem die neuen Mitglieder einer Community mit einzubinden, sie zu überzeugen und für diese Art der Zusammenarbeit zu gewinnen. Dafür braucht es auch Handzettel, Lehrfilmchen, Schulung u.v.m.: Aber vor allem braucht man Erfolgsgeschichten, um die Kollegen einzubinden, zu überzeugen und zum Mitarbeiten zu animieren.

 

Abschließend noch ein Kommentar über die finanziellen Anreize oder der Grund, warum sich jemand in einem Unternehmen engagieren soll. Es gibt bereits seit vielen Jahren CM in der Online, aber auch in der realen Welt. Seit es gemeinsame Bulletin Boards gibt, gibt es auch Menschen, die sich um diese Gemeinschaften kümmern. Meist geschieht dies hier ganz ohne irgendwelche finanziellen Anreize. Innerhalb eines Unternehmen ist das sicherlich dauerhaft nicht möglich. Denn hier würde “unbezahlt” bedeuten, dass der CM diese Aufgaben neben der regulären Aufgabe erledigt. Das ist bis zu einem bestimmten Grad und in der Anfangsphase sicherlich möglich. Aber spätestens wenn die Communities ein wichtiges Element der internen Unternehmenskommunikation (korrigiert) Kommunikation im Unternehmen geworden sind, kann dies nicht mehr als “Hobby” erledigt werden. Spätestens dann, besser natürlich vorher, muss es Vereinbarungen geben, auf welcher Basis, in welchem Umfang, wer springt als Vertreter ein, mit welcher Qualifikation  usw. der CM seine Aufgaben erledigt.

7 comments for “Was zeichnet einen Social Business/E 2.0 Community Manager aus?

  1. Katharina
    10. Dezember 2013 at 15:38

    Hallo Joachim,
    danke für Deinen Blog Post – ich freue mich, wenn Du Dich diesem Thema widmest.
    Ich würde aber gerne einen sehr wichtigen Punkt ergänzen:
    Communities im internen Unternehmenskontext sind nicht unbedingt bei der Unternehmenskommunikation angesiedelt. Communities entstehen immer überall dort, wo Menschen an den gleichen Themen arbeiten oder sich dazu austauschen. In einer Community zu arbeiten bedeutet für mich, die Zusammenarbeit effizienter, direkter und einfacher zu gestalten, als ich das via E-Mail kann.
    Und für mich wird es immer Community Manager geben, die das als „Hobby“ nebenbei tun (intrinsisch motiviert) – einfach, weil es Ihnen Freude bereitet, sie es gut können und das Thema der Community entweder eine Aufgabe aus dem Tagesgeschäft ist, die erledigt werden muss, oder das Thema tatsächlich ein Hobby ist. Aber ich stimme Dir zu, dass wenn aus Community Management eine Hauptaufgabe wird, wenn die Community auf die strategischen und geschäftlichen Ziele des Unternehmens einzahlt und eine gewisse Größe hat, dann sollte es auf keinen Fall als Hobby betrachtet oder die Community ausschließlich vom facebook-affinen Praktikant betreut werden!
    Ich setze mich stark dafür ein, dass aus internem Community Management ein anerkannter Beruf wird, für den man sich qualifizieren kann und der auch entsprechend honoriert wird.

  2. scqadmin
    10. Dezember 2013 at 16:04

    Das war auch nicht so gemeint, dass der CM bei der Unternehmenskommunikation angesiedelt sein muss. Vielleicht besser: Teil der Kommunikation im Unternehmen.

    Auch ich hoffe, dass die Unternehmen – wenn sie sich auf das Thema stürzen – die Aufgabe des CM nicht gleich so zuschnüren und versperren, so dass die „Freiwilligen“ wieder ausgesperrt werden.

    Aber: Sollte der CM eine große Verbreitung erfahren und es eine mehr oder weniger standardisierte Ausbildung geben, dann wird das passieren. Denn spätestens dann werden Besitztümer und Interessen verteidigt werden. Wenn jemand sich auf dem Gebiet des CM weitergebildet hat und viel Zeit und Geld investiert hat, dann wird dieser jemand dieses Investment auch verteidigen.

    Aber noch ist es nicht soweit.

  3. scqadmin
    10. Dezember 2013 at 16:08

    Habe mir erlaubt den Begriff Unternehmenskommunikation durch „interne Kommunikation im Unternehmen“ zu ersetzen.

  4. alecmcint
    11. Dezember 2013 at 14:32

    Schöner Artikel und eine gute Übersicht. Bei vielen Kunden herrscht ja noch die Sicht vor, dass die Fachkollegen ihre Communities mal so nebenbei managen. Die eindrucksvolle Liste zeigt, dass hier neben dem Faktor Zeit auch in Ausbildung investiert werden muss.

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