be social

Social [ Business :: Networks :: Learning ]
IT-Analyst [ Social Collaboration :: Talent Management ]

Allgemein

Neue Kommunikationsräume: Meine persönliche Vorstellung einmal anders

Ich hatte vor ein paar Tagen die Chance mich bei einem großen Konzern vorzustellen. Bei dem anstehenden Projekt geht es darum, die Art und Weise wie zusammengearbeitet wird, neu zu definieren. Nein, diesmal ging es nicht um Social Networks oder Social Collaboration, sondern um reale Kommunikationsräume. Ich bin angefragt worden, ob ich Workshops zu den anstehenden Veränderungsthemen für die Mitarbeiter durchführen kann, aber auch gleichzeitig die Trainer des Unternehmens coachen und ausbilden kann, damit auch sie diese gerade entstehenden Kommunikationsräume in ihrer neuen Form nutzen können.

Die Anforderung – die ich mir gestellt habe – war, die normale langweilige Form der PPT Präsentation zu durchbrechen und mich einfach anders darzustellen. Das Ergebnis ist das gezeigte Bild, von dem ich hier einen Ausschnitt präsentiere. Auf dem Bild habe ich in einem großen Kreislauf meine Geschichte erzählt, damit mich die Zuhörer besser kennenlernen. Neben meinen beruflichen Stationen und aktuellen Projekten auch – wie man gut sehen kann – einiges aus meinem privaten Umfeld.

persönliche Vorstellung

Das Spiel ändert sich!

Im nächsten Schritt der Präsentation ging es um die anstehenden Herausforderungen und wie sich das „Spiel“ für die Unternehmen verändert. Das große Rahmenthema ist die „Digitale Transformation“. Das geht gerade überall rauf und runter. Bei vielen ist es nur die nächste Marketing-Phrase, die durch das digitale Vertriebsdorf gejagt wird.

Betrachtet man allerdings einige der Veränderungen, die seit geraumer Zeit bzw. aktuell passieren und schaut man sich zukünftige Entwicklungen an, dann kann man sehr leicht erkennen, wie sich im Markt vieles verändert, verschiebt, verschwindet oder neu entsteht. Im Bild unten ist dargestellt, wie sich die gezeigten Unternehmen zwischen die Hersteller, die bisher einen direkten Kontakt zu ihren Abnehmern hatten, und ihren Kunden schieben. Das machen sie in vielen Fällen sehr gut. Und da ihre Geschäftsmodelle anders aussehen, sprich sie das Geld nicht primär mit dem Verkauf von eigenen Produkten sondern dem zur Verfügung stellen einer umfassenden Dateninfrastruktur verdienen, wackelt plötzlich bei vielen Unternehmen das Fundament.
Digitale Transformation

Anders kommunizieren

Im letzten Teil meiner Präsentation ging es darum, wie man sich den neuen Herausforderungen stellen kann und wie man dem bisherigen „wir setzen uns alle in einen engbestuhlten Raum an einen langen Tisch und arbeiten wie immer die Agenda ab“-Unsinn begegnen und beenden kann. Viele verschiedene Formate sind erprobt und eigenen sich hervorragend dafür, um die bisherigen engen Gedankenmuster aufzubrechen.

 

OpenSpace

Fazit: Methoden-Mix hat funktioniert, die Diskussion kam in Schwung!

Für mich war das eine sehr spannende Diskussion und eine Präsentation, die mir viel Spaß gemacht hat. Der Einsatz verschiedenen Medien und Methoden hat sich gelohnt. Im Wechsel zwischen PowerPoint (fiel nicht komplett weg, damit habe ich die Veränderungen durch die digitale Transformation visualisiert), vorbereiteten Flipcharts, um die mögliche Vorgehensweise und einige Methoden vorzustellen, sowie dem großen „Big Picture“, um mich als Person vorzustellen.

zum Schluß: Dunkel, funktional und unkreativ

Abschließend noch das Video von der Sparkassen-Werbung: „Wir machen das dann mit den Fähnchen“. Es geht dabei weniger um den Inhalt, sondern viel mehr um die Denkweise und dem gezeigten Raum: Dunkel, Eiche rustikal und in Reih und Glied. wie soll man da anders denken können.

Es gibt sie diese Räume und sie sind so oder ähnlich noch sehr häufig in Unternehmen zu finden. OK, im Rahmen der Modernisierung wurden viel hell gestrichen. Das ändert aber meist nichts an der Art und Weise wie in diesen Räumen und den darin stattfindenden Workshops Themen abgearbeitet und miteinander kommuniziert wird.

Gespräch an einem lauen Sommerabend: Wandel auf allen Ebenen oder alles so wie immer?

In einer nächtlichen Diskussion ging es vor ein paar Tagen in trauter Runde um den Wandel, der angeblich gerade stattfinden soll. „Industrie 4.0 ist nur ein Schlagwort der Werbeindustrie“, so eine der Aussage. Das, was dort angepriesen wird, gibt es bereits technisch schon lange, es fehlen nur die verbindenden und übergreifenden Standards. Im Bürobereich hat sich auch schon immer viel verändert, das wird auch so oder ähnlich in der nahen Zukunft weitergehen. Aber wirklich anders wird das alles nicht.

am Lagerfeuer

So startete die Diskussion. Dann ging es aber langsam ins Detail und die Veränderungen, die anstehen oder bereits da sind, wurden immer deutlicher. Ja, das Smartphone hat in den letzten Jahren viel verändert. Auch die Kapazitäten an Rechenleistung und Datenübertragung sowie neuer Speichertechnologien haben bereits einiges geändert. Ebenso gibt es Anwendungen, die man sich vor ein paar Jahren noch gar nicht vorstellen konnte – weder in den darin enthaltenen Möglichkeiten noch im Bedienungskomfort. Technologisch passiert gerade tatsächlich viel, so der Grundtenor in der Runde.

Aber was ist mit den Menschen in Unternehmen, die diese Technologien nutzen: Sie stoßen immer wieder an Grenzen, denn sie könnten so viel mehr machen! Sie könnten schneller auf Daten zugreifen! Viel mehr Mitarbeiter könnten ihren festen Arbeitsplatz verlassen und dort arbeiten wo sie wollen! Die Vielzahl von verfügbaren Anwendungen ist riesig. Viele bieten eine viel bessere Unterstützung wie die aktuell eingesetzten Softwareanwendungen (von denen viele noch ihren Ursprung im vergangenen Jahrhundert haben)!

Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut.

Fangen wir mit dem sich trauen an. Vieles hat sich bei den zur Verfügung stehenden Systemen verbessert. Sie sind in der Bedienung einfacher geworden und vom Umfang vielfältiger. Trotzdem gibt es immer wieder große Widerstände, wenn in den Unternehmen plötzlich neue Anwendungen eingeführt werden sollen. Meist geht es darum, dass man etwas anders machen soll wie bisher – sowohl auf Seiten der IT wie auch der Anwender wie auch bei den Entscheidern.

Am Anfang gibt es erstmal den Widerstand. Warum braucht man überhaupt dieses neue Zeug überhaupt? Es ist nichts erklärt, irgendjemand hat das entschieden und die Umsetzung entspricht nicht den Anforderungen (die auch niemand im Vorfeld wirklich abgefragt hat). Gefolgt von Verwirrung und Frust sowie den Erfahrungen der vergangenen Neueinführungen, denn bereits da hat man erfahren, dass das Ganze nichts taugen wird. Irgendwann, wenn das Gefühl aufkommt, dass es sich bei der neuen, von „Oben“ aufgedrückten Anwendung nicht um eine der üblichen Eintagsfliegen handelt und der Sinn und die Vorteile vielleicht klarer werden, werden die ersten Schritte gewagt. Aber ganz langsam. Aber auch nur, weil der Kollege von gegenüber hyperaktiv ist und die anderen Kollegen immer mehr mitzieht.

Wäre ja noch schöner, wenn plötzlich jeder so dürfte wie er/sie wollte!

Armes mittleres Management! Schon von Beginn an seiner Entstehung war die Aufgabe undankbar: Eigentlich nur der unvermeidliche Zwischenschritt nach „Oben“, musste man sich nun mit den ehemaligen gleichgestellten auseinandersetzen und ihnen zeigen, dass man jetzt was Besseres ist. Manchmal hat man es sogar selbst eingesehen (aber für sich behalten), dass es diese Ebene überhaupt nicht braucht. Außer natürlich, dass der eigene Vorgesetzte durch mehr Managementuntergebene selber weiter aufsteigt und man selber natürlich auch (hofft) davon profitiert. Also ging und geht es darum als Mitglied dieser gefährdeten Gattung zu filtern, Aufgaben zu verteilen, zu kontrollieren und sich unabkömmlich zu machen. In einer Welt der permanenten Überforderung durch Leistungsdruck und permanenten ändern der Stellschrauben sowie überbordenden Informationsüberflutung gerät man auf dieser Position schnell in einen krankmachenden Teufelskreis.

Möchte man an der Stelle seine geliebte, aber erdrückende Position nicht verlieren, muss man sich ändern. Weg vom Kontrolleur und Auftragsverteiler hin zum Gestalter und Unterstützer! Weg vom Verwalter hin zum „Entwickler“! Weg vom Tabellenkalkulationsfetischisten hin zum zu jemanden, der sich von Werten leiten lässt und sein Team nach vorne bringt!

Vor allem für das mittlere Management ist der Digitale Wandel zugleich Herausforderung wie auch eine große Chance. Wer seine Aufgabe weiterhin als Verdingungsglied zwischen „oben“ und „unten“ sieht, wird es schwer haben. Wer sich aber aufmacht und die Möglichkeiten der neuen digitalisierten Welt für sich (und natürlich für das Unternehmen) nutzt, wird auch n Zukunft gebraucht werden. Die Zusammenhänge werden nicht einfacher werden, die Informationsflut wird nicht weniger werden und auch die Anforderungen an die Unternehmen und Mitarbeiter werden zunehmen und dafür braucht es Menschen, die diese neue Aufgaben übernehmen: Digitale Mittler zwischen den Ebenen und den zu erfüllenden Aufgaben.

Seit über hundert Jahren besteht das Unternehmen so wie es ist und so bleibt es auch!

Die Wetten dürfen abgegeben werden, ob die Aussage so in hundert Jahren auch noch einmal getroffen wird. Natürlich ist vieles Gut an den meisten Unternehmen! Natürlich gibt es da vieles, was auch in vielen Jahren noch so oder in ähnlicher Form da sein wird! Aber darauf behaaren, dass das ausreicht ist ein Trugschluss. In 10-20 Jahren kann man zurückblicken und beurteilen, was gut und was schlecht war. So wie wir heute auf die Neunziger Jahre zurückblicken können, die erste Dotcom-Blase und dem Anfang der „Nuller-Jahre“. Das Internet zog in die Unternehmen und in die Haushalte. Amazon wagte etwas, dass viele BWL Profs des letzten Jahrhunderts als kalkulatorischen Unsinn empfanden. Austauschplattformen entstanden und wider jeglicher Erwartung nutzen diese Jung und Alt. Ein Vergleich der vor 15 Jahren vorhanden Berufsbezeichnungen und der heute gesuchten Qualifikation zeigen die großen Veränderungen auf. Wie mag da wohl die Zukunft in 10-15 Jahren aussehen?

Die erfolgreichsten Internetfirmen sind mittlerweile so groß, dass sie ihre eigenen, meist noch jungen Märkte verlassen und in die „alten“ Industrien einbrechen mit ganz neuen Geschäftsmodellen.

Und da beginnen plötzlich die Probleme. Hat man sich in der Vergangenheit vor allem an den direkten Mitbewerbern gemessen und sich entweder kurz vor oder kurz nach denen bei Produkten und Prozessen optimiert, sind da plötzlich neue Gegner, die man weder einschätzen noch etwas entgegensetzen kann.

Am Ende des Abends

So wie in der Diskussion auch Zwei Schritte vor und einen wieder zurück ging, so geht es auch in vielen Unternehmen gerade in der Diskussion. Viele sehen die kommenden Veränderungen, andere glauben noch nicht daran und halten an dem liebgewordenen fest.

So endete der Abend: An allen Ecken und Enden gibt es Gründe, warum sich Unternehmen, das Management und die Mitarbeiter weiterentwickeln müssen. Oberflächlich gesehen ist es so wie immer, aber bei genauerer Betrachtung passiert im Moment sehr, sehr viel.

 

 

 

Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem HP Business Value Exchange Blog.

Wissensarbeiter – Neue Konkurrenz durch intelligente Systeme!

Als Wissensarbeiter in einem Unternehmen geht man bei seiner Arbeit eigentlich davon aus, dass man unersetzlich ist. Überzeugt von sich und der eigenen Leistung geht man den gestellten Aufgaben nach und fühlt sich sicher, die kommenden Veränderungen durch die digitale Transformation schadlos zu überstehen. Das ändert sich jedoch gerade: Kannte man den massiven Einzug von selbstgesteuerten Systemen – und damit als Ersatz für menschliche Arbeitskraft –  bisher nur in der Produktion, erobert der „intelligente“ Computer nun auch die Domäne der oftmals hoch qualifizierten Wissensarbeiter.

Immer mehr „smarte“ Systeme werden aktuell entwickelt und zum Einsatz gebracht. In vielen Bereichen sind sie für den dort arbeitenden Menschen eine Erleichterung, aber in immer mehr Bereichen werden sie auch zu einer immer größer werdenden Konkurrenz für den eigenen Arbeitsplatz. Schrittweise greifen diese vernetzten und mit allerlei Logik ausgestatteten Systeme in unser tägliches Arbeitsleben ein.

Bereits seit vielen Jahren nutzen Wissensarbeiter den Computer, um sich gezielt zu informieren. Die Quelle dafür waren eine Zeitlang große Datensammlungen auf CD-ROMs, die dann durch Plattformen und Datenbanken im Internet abgelöst wurden. Wikipedia oder die diversen juristischen Datenbanken sind Beispiele dafür. Abgelöst wurden hier Personen, deren Aufgabe es einmal war, in entsprechend schwer zugänglichen und meist teuren Quellen zu recherchieren.

Die nächste Ebene sind Systeme, die auf bestimmte Problemstellungen über entsprechend hinterlegte Prozeduren und Verfahren Antworten für verschiedene Fragestellungen geben können. Das Standwerkzeug dafür ist Microsoft Excel. Es bietet mittlerweile umfangreiche Tools, um aus dem gegebenen Zahlenmaterial verschiedene Was-Wäre-Wenn Fragen zu beantworten. Brauchte man dafür in den Anfangszeiten noch für fast alle mathematischen und statistischen Aufgaben einen Spezialisten, helfen die Programme auch fachlich nicht so versierten Kollegen weiter. Allerdings gilt hier nach wie vor, dass man vorher bereits wissen muss, was man hinterher erfahren möchte.

Einen Schritt weiter gehen neue analytische Systeme, die in der Lage sind, auch aus unstrukturierten Daten sinnvolle Analysen zu erstellen. Der Anwender fragt den Computer nach konkreten Antworten, die dieser dann aus der Analyse von Textdokumenten, Zahlenreihen, Datenbanken usw. extrahiert und für den Anwender in ansprechender Form aufbereitet. Diese Systeme greifen die Analysten jeglicher Couleur in den Unternehmen an. Noch werden Menschen gebraucht, um dieses System richtig zu füttern und auch die Ergebnisse zu interpretieren, aber auch das ist nur eine Frage der Zeit, bis der Mensch bei dieser Aufgabe immer weiter in den Hintergrund gedrängt wird.

Die bisher genannten Systeme gibt es bereits teilweise seit vielen Jahren. Die neue Generationen von intelligenten Systemen bringen eine gänzlich neue Qualität an Möglichkeiten mit, an die bisher nicht zu denken war: Autos, die alleine im Parkhaus ihren Platz finden und demnächst auch im öffentlichen Straßenverkehr ihren Weg autonom finden; Flugzeuge, die die Besatzung sicher in die Luft und auch wieder auf die Erde bringen oder Züge, die alleine durch die Republik fahren. Auch wird der Einzelhandel massiv unter den selbständigen Flugdrohnen leiden, denn diese werden innerhalb kürzester Zeit die Waren von dem großen Online-Händler anliefern.

Die Systeme sind da und immer neue, bisher unvorstellbare kommen hinzu. Sie werden den Arbeitsmarkt und die Arbeitsplätze der Wissensarbeiter sowie deren Aufgaben und Verantwortungsbereiche massiv verändern. Wozu werden noch hochqualifizierte und teure Piloten benötigt, wenn das Flugzeug die Kontrolle und Steuerung alleine durchführen kann? Bei Problemen greifen Spezialisten vom Boden aus mit ein. Drohnen fliegen schon eine Weile alleine über die Krisengebiete dieser Welt. Ist ein ICE tatsächlich sicherer unterwegs, nur weil ein Zugführer vorne sitzt und regelmäßig einen Knopf drückt, um dem Zug zu signalisieren, dass er nicht eingeschlafen ist?

Das hört sich für die einen wie die wunderbare neue Welt an, für andere sind das jedoch Schreckensszenarien. Wie werden die betroffenen Wissensarbeiter reagieren? Aber auch für viele Kunden, Passagiere und PS-verliebte Autoliebhaber wird dieser Wandel viele Veränderungen mit sich bringen. Dazu diese Ungewissheit: Was bedeuten diese technischen Entwicklungen tatsächlich für die neue Arbeitswelt und damit auch für den eigenen Job?

Würde man es bereits wissen, könnte man darauf reagieren! Das einzige was sicher ist, ist der Wandel und das es Veränderungen gibt. Innerhalb von Unternehmen ist es wichtig, dass sich die jeweiligen Verantwortlichen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern mit den Themen beschäftigen und sich mit den Chancen und den Grenzen entsprechender Systeme auseinandersetzen.

 

Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem HP Business Value Exchange Blog.

SocBiz, Reporting und Topic Owner passen nicht zusammen

In der folgenden Anzeige aus LinkedIn sind Begriffspaarungen, die aus meiner Sicht nicht in einer Job-Beschreibung zusammengehören. Diese Jobbeschreibung zeigt sehr schön die nach wie vor dominierende Denkweise in vielen Unternehmen.

Social Business -Statistic and Reporting

Glücklich bin ich aber erst, wenn

  • der Begriff Social Business verschwunden ist und das vernetzte Arbeiten selbstverständlich ist!
  • Statistiken und Reporting bei diesem Thema keine Rolle mehr spielen. Erinnert sehr an die Zeit, als E-Mail Server eingeführt wurde und auf Mail Ebene ausgerechnet wurde, wie viel man durch das Versenden von E-Mails einspart. Was würde wohl passieren, wenn das nochmal jemand macht und herauskommt, dass der E-Mail Server und die dazugehörige Kommunikation zu teuer ist.
  • es keinen Topic Owner mehr braucht, sondern sich jeder im Unternehmen diesem Thema angenommen hat.

 

 

Geburtstagsstatistik 2015

Man mag es ja kaum glauben: Es gibt Leute, Menschen, Personen oder wie auch immer man sie bezeichnen möchte, Gratulanten würde auch passen, die mir mit dem Hinweis gratulieren, dass sie das tun, damit ich meine Statistik füllen kann. Ist OK. Freu mich trotzdem.

Hinweis: Seit 4 Jahren notiere ich mir in einer Excel-Tabelle, wer mir auf digitalem Wege gratuliert. Dabei trage ich ein, ob diese/r Gratulant/in mir in diesem Jahr zum ersten Mal gratuliert, ob es jemand aus dem Dorf, Kreis Kassel oder von weiter weg ist. Und ich erfasse, ob es ein beruflicher oder ein privater Kontakt oder beides ist.

Warum mache ich das? Aus Neugier, aus Interesse, aus Spaß und weil ich gerne mal sehen wollte, wie mein Netzwerk sich entwickelt. Nach 4 Jahren sind da schon einige Tendenzen zu erkennen. Mittlerweile finde ich da Namen, an die ich mich gar nicht mehr erinnere. Andere Personen, mit denen ich im engen virtuellen Kontakt stehe, tauchen überhaupt nicht auf. Dafür war ich jetzt wieder überrascht, wer mir in diesem Jahr zum ersten Mal gratuliert hat.

Ausschluss: Persönliche Glückwünsche, Telefonate etc. werden nicht aufgeführt.

Angebot: Wer einen Studenten kennt, der das mal auswerten möchte für eine Hausarbeit, mehr gibt das nicht her, dem stelle ich die Daten anonymisiert gerne zur Verfügung.

Insgesamt haben mir digital in den letzten 4 Jahren 220 Personen gratuliert. Neue Freunde zu finden, die einem auch noch zumindest an einem Tag im Jahr etwas Gutes wünschen, ist nicht einfach, daher nimmt diese Zahl jedes Jahr ein wenig ab (rote Linie). Dafür haben im vergangenen Jahr die Anzahl meiner Facebook-Freunde wieder zugenommen. Im letzten Jahr hatte ich ja noch Angst bald komplett zu vereinsamen. Wer kann das schon von sich behaupten: Einen Trend gestoppt und einen abgeschwächt! Da lassen sich andere tagelang für feiern.

 

anzahl gratulanten summiert

Viele gratulieren nur einmal und dann ist gut. Ist gemerkt, ist notiert, wird bei Bedarf hervorgeholt und argumentativ eingesetzt. Das nennt man Big Data des kleinen Mannes. Dafür habe ich treue Freunde, die schon viermal dabei sind. Euch hatte ich am Stamstag alle namentlich im Gute-Nacht-Gebet am Abend leise aufgezählt. Vielleicht überlege ich mir für das kommende Jahr eine Gamificaion-Strategie – man hat ja schließlich seinen Stolz und seine Ziele!.

häufigkeit der Gratulanten

Hier die absoluten Zahlen meiner 4 jährigen Geburtstags-Gratulationsstatistik. Mir fällt gerade nur eine weitere Person ein, die eine entsprechend vergleichbare Auswertung macht. Wir unterstützen uns gegenseitig, da wir uns aufgrund exterm hoher sehr hoher großer  ausreichender Sympathiewerte gegenseitig öffentlich auf Facebook Glückwünsche zukommen lassen.

In den letzten Jahren habe ich immer wieder mal gehört, dass sie viel bessere Werte haben würden wie ich, wenn sie diese denn erfassen würde. Da sag ich nur, wer nen Dödel-Längenvergleich haben will, muss was auf den Tisch legen können. Die Excel Tabelle stelle ich bereinigt gerne zur Verfügung.

Ergebnisse kumuliert

Was können wir auch in diesem Jahr wieder da so rauslesen:

  • In meiner Generation, Stopp stimmt nicht, in meinem Netzwerk bleibt Facebook der Gratulationskanal Nr.1! Wie es bei euch aussieht, weiß ich nicht.
  • Stayfriends wird zu sonstiges! Gibt es die überhaupt noch? Wieso war ich da drin? Manchmal macht man komische Sachen.
  • Ich habe in diesem Jahr keine Mail von Tchibo, Sixt und den anderen bekommen. Die haben mich nicht mehr lieb.
  • Eine einzige E-Mail habe ich mit Glückwünschen bekommen. Mail ist sowas von Tod!
  • Twitter hat eine Steigerungsrate von 200% gegenüber den Vorjahren. Hut ab. Das wird mein Kanal der Zukunft.
  • Einen Glückwunsch gab es über eine IBM Connections Plattform. Soviel Aufwand für einen Glückwunsch – da sag ich ja gleich zweimal Danke für.
  • Eine Handvoll Facebook Freunde, die am Anrufbeantworter auch noch zugegeben, dass sie verfolgen was ich so auf Facebook treibe, haben angerufen. Auch toll, da kommt so das Menschliche, das Ursprüngliche, das so wie es früher einmal anstatt einer Karte üblich war, durch. Voll Oldschool. Voll schön.
  • Einer hat sich die Mühe gemacht und mir auf allen möglichen Kanälen gratuliert, um die Statistik zu versauen. Nix da, jeder nur ein Kreuz!

Hier eine Übersicht der bisherigen Auswertungen: Geburtstagsstatistiken!

 

geburtstagsstatistiken 2015

Glückwünsche werden das ganze Jahr über noch angenommen, allerdings nur in Verbindung mit einem nicht unbedeutenden Geschenk (Bargeld und Geschenkgutscheine ist OK). Ansonsten denke ich, ist die Statistik für das abgelaufene Jahr geschlossen und ich freue mich wie Bolle auf das kommenden Lebensjahr.