Oktober 18, 2013

Querdenken – aber nicht quer gemacht!

meine Sichtweise auf die IBM BusinessConnect

In den vergangenen Tagen und Wochen war ich auf verschiedenen Enterprise 2.0 bzw. Social Business Veranstaltungen, unter anderem auf der IBM BusinessConnect in Mannheim. Auf dieser Konferenz, auf die ich hier näher eingehen werde, wie auch auf den anderen Konferenzen ging es letztendlich um die Einführung von Social Network Plattformen in Unternehmen. Je nach Herangehensweise oder Ausgangslage sind die Voraussetzungen für die erfolgreiche Einführung entweder, dass das Unternehmen sich ändert, um die Social Business Plattformen nutzen zu können, oder das Unternehmen wird sich durch die Einführung verändern. Auf jeden Fall wird sich etwas ändern. Das liest und hört man bei jedem Referenten auch spätestens ab der dritten Folie.

Erstaunlicherweise hat sich aber bisher nichts an den Formaten bei den thematisch entsprechenden Konferenzen verändert. Die IBM Veranstaltung und die anderen Konferenzen sind immer noch so was von „1.0“, dass es für mich immer unerträglicher wird, daran teilzunehmen. Dabei gibt es mittlerweile wunderbare Alternativen und Ergänzungen zu den klassischen Frontalkonferenzen. An erster Stelle steht hier natürlich das Barcamp-Format.

Barcamps sind sicherlich nicht die Lösung für alle Themen und Anliegen. Aber für die klassischen Konferenzanbieter wäre es sicherlich sinnvoll mal darüber nachzudenken, sich diesem Format anzunähern, davon abzukupfern oder diese zu adaptieren. Dass das Format Barcamp nicht nur etwas für junge hipe Weltveränderer ist, zeigt das „colearncamp“ des Arbeitgeberverbandes hessenmetal (diesen Verband würde man nicht unbedingt als „Hipster“ oder „Cool“ bezeichnen). Das Durchschnittsalter der Besucher liegt vermutlich bei +/- 35-40 Jahren und die meisten haben ihre Berufung in den bodenständigen Bereichen Personalentwicklung, Weiterbildung und Beratung gefunden. Trotzdem die Voraussetzungen eher für ein gesetztes, vielleicht auch eher konservatives und in seinem Verhalten eingefahrenes Publikum sprechen, ist das „colearncamp“ ein wundervoller, kreativer, interaktiver, inspirierender und positiver Ort. Jeder der Teilgeber (nicht Teilnehmer!!!) geht von dort mit neuen Ideen, wichtigen und relevanten Kontakten (auch geschäftlichen) und vielen wichtigen Informationen motiviert nach Hause.

Das kann ich leider von der IBM BusinessConnect und den anderen Konferenzen nicht behaupten: Vollgestopft mit aneinandergereihten Vorträgen, keine Interaktion und schon gar keine aktive Teilnahme, starres sitzen in unendlichen langen Konferenzstuhlreihen, teilweise schlechte und lustlos zusammenkopierte Präsentationen, dazu einige Themenverfehlungen in Bezug auf die gedruckten Ankündigungen usw. Nach einigen Präsentationen gab es auf den Fluren Gemecker und Kopfschütteln.

Daher meine Bitten an die verschiedenen Akteure dieser Konferenzen:

Liebe Social Business-Kongress Veranstalter und hier im speziellen liebe IBM,
ihr habt so tolle Themen und ihr habt auch eine grobe Vorstellung von dem, was ihr bei euren Teilnehmern bzw. Kunden erreichen wollt: Unternehmen entwickelt euch weiter, verändert euch und macht euch fit für unsere Produkte. Das sagt ihr so direkt nicht, aber es liegt in der Natur der Sache, dass ihr am Ende des Tages Lizenzen, Services oder irgendetwas anderes verkaufen wollt. Ist ja nichts Schlimmes und Verbotenes. Leider lebt ihr diesen Wandel, den ihr von euren Kunden einfordert, bei den Konferenzen überhaupt nicht vor. Dabei gab es schon tolle Ansätze, wie z.B. die IBM JamCamp Bus Tour vor zwei bzw. drei Jahren. Das wurde leider nicht wiederholt. Und bereits bei der zweiten Bustour war der Abschluss kein Barcamp mehr sondern wieder eine Konferenz barocker Art für die schlipstragenden Zahlenmenschen.

Liebe Hersteller,
nicht alle, aber doch einige von euch haben tolle Produkte. Ihr preist sie an, dass sie so einfach und modern sind und es nichts Vergleichbares gibt und vieles mehr. Und was zeigt ihr uns? Uns, damit meine ich diejenigen, die sich 45 Minuten Zeit nehmen und sich informieren wollen, die vielleicht auch begeistert werden wollen. Ihr zeigt uns langweilige und statische Folien, die meist nicht mehr bieten wie eure gedruckten Werbeprospekte. Wenn wir, die wir Zuhören, noch Glück haben, dann ist der Redner unterhaltsam – wenn nicht, dann gute Nacht Marie. Für diese Situationen gibt es – Mr. Jobs sei Dank – Tabletts und Smartphones.

Michael Ende nannte diese Gattung Menschen in seinem Buch Momo „Zeitdiebe“.

Liebe Konferenzort-Anbieter,
von euch würde ich mir auch gerne eine Raum-technische Weiterentwicklung wünschen. Der große Saal ist der große Saal und dort geht es um den großen Auftritt. Daher sind hier viele Stuhlreihen und große Leinwände für die Bühnenshow genau richtig. Aber doch nicht in allen Räumen. Diese sind alle ausnahmslos kahl, grau, lieblos und vollgestopft mit Stühlen und Technik. Die Stühle stehen in langen Reihen so, dass man von der Seite aus noch nicht einmal richtig auf die Bühne sehen kann ohne sich zu verbiegen. Ein meist nicht aufkommendes Frage- und Antwortspiel zwischen den Referenten und den Zuhörern verebbt, da man die Fragenden weder richtig sieht noch versteht.

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
von Euch bin ich fast am meisten enttäuscht. Warum? Ihr, die ihr auf eine Konferenz zum Thema Social Business geht, seid doch diejenigen, die das Thema „Social“, Interaktion, Partizipation, Veränderung usw. in die Unternehmen bringen sollt. Und dann lasst ihr euch solche Formate gefallen? Oder ist das auch das Format, mit dem ihr euer Unternehmen „social“ machen wollt?
Versucht mal auf diese Weise das Fahrradfahren zu vermitteln (in Anlehnung an das Zitat von Harald Schirmer): Einer steht auf der Bühne und zeigt auf statischen, Text-lastigen Folien wie man mit dem Fahrrad dieses Herstellers fahren könnte. Danach sollt ihr euch dann für das Produkt entscheiden.

Zum Schluss
Nein, es war, auch wenn es hier vielleicht so rüberkommt, nicht alles war schlecht auf der IBM BusinessConnect (dies gilt auch für anderen von mir besuchten Konferenzen): Einige Vorträge waren super, darunter sogar echte Highlights, die Organisation lief reibungslos, die Mischung der verschiedenen Brands zu einer Konferenz war bereichernd, die Abendveranstaltung war super und ja, zwischen den Vorträgen gab es tolle Gespräche.

Aber mir ist das mittlerweile einfach zu wenig quergedacht.

Juni 10, 2013

Mein Fazit von der vergangenen DNUG Konferenz

Veröffentlicht auf silicon.de

Mein persönliches Fazit der Konferenz ist von einer positiven Stimmung geprägt. Warum positiv? Hat IBM das Rad neu erfunden? Nein, das nicht. Trotzdem, es waren wieder mehr Teilnehmer und auch Aussteller anwesend. Von den Ausstellern, mit denen ich gesprochen, habe ich die Rückmeldung erhalten, dass sie sehr  gute Gespräche hatten. Zwischen den Vorträgen, Workshops und den moderierten Runden gab es viel Austausch zwischen den Teilnehmern. Der Konferenzort war hervorragend. Außerdem unterstützte das Wetter aktiv den Small-Talk im Freien.

Da war noch die IBM. Hat “sie” etwas gänzlich Neues zur Konferenz mitgebracht? Kurz überlegen…. Nein. Eigentlich ist eher das Gegenteil der Fall. Man könnte auch von einer eleganten Rolle rückwärts sprechen. Jahrelang verkaufte Big Blue Notes/Domino vor allem als E-Mail Server und positionierte sich direkt gegen Microsoft. Dabei wurde oftmals nur in einem Nebensatz erwähnt, dass man mit dem System auch sehr gute Anwendungen (früher Groupware genannt) entwickeln kann. Anwendungen, die heute und auch in Zukunft in Unternehmen weiterhin gebraucht werden. Dann der Schwung in die andere Richtung: Wir werden alle “social”, verzichten auf die E-Mail und “sharen” und “taggen” alles was uns in den Stream kommt.

Dann kam Scout Souder und präsentierte in seiner Keynote “IBM Notes/Domino 9 – Social Edition”. Die Oberfläche ist neu gestaltet, viele Standards sind nun besser integriert, die ein oder andere neue Funktion und die Anbindung an Social Networks (vor allem natürlich an die eigene Plattform Connections) ist nun noch besser und einfacher zu realisieren – daher auch der Namenszusatz “Social Edition”.

Die Hauptaussage im Vortrag war jedoch: “E-Mail ist stärker denn je! Seht euch die vielen neuen Dinge im Notes-Client an, die dazugehörige erweiterte Browserversion iNotes und die neue(!), nahtlose Integration in Microsofts Outlook 2013 ebenso.”

Moment mal? Wurde der Social Business Community nicht in den letzten Jahren immer wieder erzählt, dass die E-Mail Tod ist. Nun ist die E-Mail also wieder da. Für die meisten im Auditorium ist das nicht neues. Alle arbeiten in ihrem Arbeitsalltag weiterhin mit E-Mail. Gerade im Kontakt mit Kunden und Partnern bleibt die E-Mail das universelle Kommunikation- und Informationstransportmittel. Einfach die Adresse eingeben, Betreff und Inhalt samt Attachment dazu und los geht es. Keine kryptische Server-Adresse vor oder hinter einer Firewall, kein neuer Benutzername, kein weiteres Kennwort und verfügbar auf alle mobilen Geräten, Rechnern und Betriebssystemen dieser Welt.

Was heißt das nun? Das Pendel schwingt wieder zurück – nicht mehr und nicht weniger. Die Mail wird es auch in Zukunft geben. Gleichzeitig wird die Nutzung von Social Network Plattformen in Unternehmen weiter zunehmen. Beide Welten haben ihre Vorteile und ihre Stärken. Außerdem werden sich Unternehmen weiterhin damit beschäftigen müssen, wie sie viele ihre zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen besser erledigen. Dies mag mit der E-Mail erfolgen können, durch den Einsatz eines Social Networks oder aber(!) durch die Entwicklung neuer, spezialisierter Plattformen, die basierend auf den beiden Technologien (und einigen weiteren) neue Anwendungen ermöglichen: “Social CRM”, “Social Projekt”, “Social Produktion”, “Social Personal” usw. Einiges davon gibt es bereits, aber vieles muss noch entwickelt werden und vor allem im Unternehmen in die Arbeitsprozesse eingeführt werden.

Für diese kommenden Herausforderungen hat sich die IBM nun mit seinem aktuellen Produktportfolio rund um Notes/Domino und Connections gewappnet (auch wenn vom IBM Marketing hierzu nur wenig darüber zu hören ist): Keine abgeschotteten Systeme sondern Mail-Services, Awarness- und Chat-Services, Social Network-Services, Datenbank-Services, Datei-Services usw. mit offenen und standardisierten Schnittstellen., dazu Toolkits, die die Entwickler unterstützen. Nun liegt es an den Unternehmen und den Entwicklern diese Services zu nutzen, um für ihre Anwender und Kunden neue Anwendungen zu realisieren. Anwendungen, die die Stärken von E-Mail und Social Networks gepaart mit moderner Webentwicklung und mobiler Verfügbarkeit vereinbaren.

Die Grundlagen hierfür sind gelegt. IBM rudert nicht zurück, sondern hat das Ruder wieder soweit korrigiert, dass Unternehmen und Business Partner wieder vermehrt im Boot mitfahren können. Außerdem sind viele der anwesenden Teilnehmer in der Diskussion über die notwendigen Veränderungen im Unternehmen heute viele weiter. Man muss nicht mehr die Grundlagen und Vorteile von Social Networks zum x-sten Male wiederholen. Es gibt vielfältige Erfahrungen, auf deren Basis intensiv über neue Lösungen diskutiert werden kann.

Aus diesen genannten Gründen, aber auch noch einigen mehr, ist mein persönliches Fazit von der Konferenz sehr positiv.

Februar 18, 2013

Mein Vortrag auf der Cebit: Social goes (back to) Business

dnug-cebit

Ich werde – wie im vergangenen Jahr auch schon – wieder auf dem stand der DNUG die Vorträge am Stand moderieren und selber auch einen zum Besten geben. Würde mich freuen, den ein oder die andere dort anzutreffen.

Mittwoch, den 6.3. bis zum Freitag 8.3. bin ich um 12:00 Uhr mit meinem Vortrag dran. Davor und danach sind dann noch andere Vorträge. Arnd Layer ist auch wieder mit von der Partie.

Der Social Business Zug rollt und rollt und rollt. Kaum ein Unternehmen, das sich noch nicht mit dem Thema „Enterprise 2.0“ in irgendeiner Form auseinander gesetzt hat. Plattformen wie IBM Connections werden installiert und eingeführt. Die Anwender nutzen Profile, Blogs und Wikis, um sich mit ihren Kollegen in Projekten, Communities usw. auszutauschen. Aber: Ein Blog ist ein Blog. Was passiert mit diesen Informationen? Wäre es nicht besser, wenn man diese Beiträge nicht nur lesen, bewerten und kommentieren könnte, sondern sie sich wieder in neue oder bestehende Business Anwendungen integrieren würden? Wenn sich durch diese Einbindung ein Mehrwert für die Anwender und das Unternehmen generieren würde?

Könnte und Würde sind passé. Denn es geht! IBM bietet mit seiner Service-orientierten Softwarearchitektur und den entsprechenden Entwicklungsumgebungen die notwendigen Werkzeuge, um die verschiedenen Informationswelten in neuen oder bestehenden Anwendungen zu vereinen. 

Der Vortrag zeigt, wie die Integration der verschiedenen Informationswelten aussehen kann.

Februar 5, 2013

IBM – Wohin gehst du? Kommentare bei @vowe

Habe gerade den Beitrag “The events of this week” von vowe gelesen. Dieser macht mich recht nachdenklich. Warum? Weil einige Aussagen in den Kommentare meine persönliche berufliche Zukunft betreffen. Wahrscheinlich die Zukunft einiger vieler Personen, die sich im Umfeld #Lotus – #IBM – #Domino – #XPages aber auch #Sametime und (vielleicht auch ein wenig) bei #Connections tummeln, die sich mit Zusammenarbeit in Unternehmen, Anwendungsentwicklung, Kommunikation und Informationsaustausch in Unternehmen beschäftigen und die, die sich in immer kürzer werdenden Abständen die Frage stellen (oder gestellt bekommen), ob und wie es weiter gehen wird. Nachdem ich mir mit Kollegen die Eröffnungszeremonie in Orlando via Livestream angesehen habe, war ich bzw. wir doch recht ernüchtert (siehe dazu mein Beitrag bei Facebook).

IBM betont auf der einen Seite wie wichtig ihnen das Produkt “Domino” ist und wie wichtig die Business Partner für IBM sind und gleichzeitig wird man das Gefühl nicht los, dass beides nicht mehr erste Priorität hat – sprich, es wird in Zukunft nur noch “verwaltet” und nicht mehr weiterentwickelt. Ja, ich habe auch die vielen Infos über die Weiterentwicklungen von Domino gesehen und es gefällt mir (gerade die Folien über die Integration von jquery in XPages erhalten, angesehen und für gut befunden). Aber das drum herum, die Wahrnehmung, das, was gesagt und gezeigt wird, läßt die Domino-Anwender wie ungeliebte Kellerkinder erscheinen: Noch scheint sich die IBM in der Pflicht zu sehen, das Produkt weiter zu betreiben. “Aber bitte kommt nicht mehr oben in den Ballsaal.”

Ich persönlich halte den Domino-Server weiterhin für eine sehr gute Technologie. Immer wieder stoße ich in meinen Gesprächen auf Probleme, die man mit verhältnismäßig geringem Aufwand mit Domino lösen könnte. Aber dafür brauchen sowohl diejenigen, die die Anwendungen entwickeln, wie auch diejenigen, die die Anwendungen in Auftrag geben eine ordentliche Portion Rückendeckung und die Gewissheit, dass das Ganze auch in Zukunft das Pferd sein wird, auf das gesetzt werden kann.

Wer den Blog von Volker Weber kennt, weiß, dass sich dort die größer der Domino Community weltweit austauschen. So auch bei diesem Blogbeitrag. Einige davon möchte ich hier zitieren, da sie leider den Abstieg von Domino beschreiben, der wohl nicht mehr aufzuhalten ist.

Within the Connect conference, there is the “old” Lotusphere technical track. It was excellent, but you would not hear much about it. (Vowe)

IBM is making a big “solutions” move. It will leave many of the IT guys in the dust. You simply cannot play in this world, if you are small. Too many skills required, and access to C*O. (Vowe)

 

The take away for Notes/Domino business partners is clearly that IBM isn’t the least bit interested in your ecosystem anymore other than milking it for licenses and as a target rich environment for selling “big, complicated, stuff that only IBM can really do” into.


The truth is, Domino and Notes are declining in the industry very quickly. If you tell someone you use it, the question to you is almost immediately “when are you migrating”. Those of us who still find it the best choice for many things are largely irrelevant.

What a shame for a company to have such a massive community of support and goodwill, and do so little to show they care for it — let alone leverage it into great success. (Andrew Pollack)

 

Now, I also listened to the OGS and the first thing I realized was that there was zero mention of XPages. None, nada, nothing. It was all Social this and Social that and Connections this and Connections that. (Roy Rumaner)

 

Instead we get told about the next best thing for IBM instead. Hey, it is their show after all and they can talk about anything they want. But if they really looked at their audience they had to have realized that the majority of them are there for the Notes/Domino and XPages sessions not Connections. (Roy Rumaner)

 

 

November 19, 2012

Bericht über die Microsoft SPC12 in Las Vegas und ein Vergleich mit IBM

Jörg Allmann hat sich die große Mühe gemacht und einen Bericht über seinen Besuch auf der SharePoint Conference 2012 (SPC12) in Las Vegas zu schreiben. Er vergleicht in seinen Ausführungen die Konferenzen von Microsoft und von IBM (ehemals Lotusphere und jetzt Connect2013)  und die jeweilige Produktstrategie.

Weil ich mich heute mal wieder über das Frontend von Connections geärgert habe, erlaube ich mir folgenden Abschnitt aus dem Bericht hier einzufügen:

Microsoft hat eindeutig das glücklichere Händchen in der UI-Gestaltung. Das Meiste wirkt glatt, passend, intuitiv, schlank. Mir ist klar, dass sich da bei näherem Hingucken die eine oder andere Falle auftut. Die „Leichtigkeit des Seins“ hat IBM aber bekanntlich nicht erfunden. Da muss ich auch bei Connections 4 noch den Kopf schütteln, wie wenig intuitiv und wie umständlich die IBM da manchmal im Vergleich zum Wettbewerb agiert. Wie oft muss man klicken müssen, bis man ein Like platziert hat? [Quelle]

Warum tut sich IBM so schwer ein vernünftiges Frontend zu entwickeln. Bereits der Notes-Client erfährt hier seit Jahren immer wieder massive Kritik. Ein Blick in die OpenSource Community von WordPress würde da ein wenig massiv helfen. Das Backend ist von Connections leistungsstark und mit der Rest-API (und den Tools, die IBM jetzt mit dem Social Business Toolkit for Web and Java Developers für die Programmierer zur Verfügung stellt) kann man auch sehr interessante und neuartige Anwendungen entwickeln. Aber was man vorne heraus den Benutzern bietet hat nur wenig mit aktueller Web-Frontend-Entwicklung zu tun. Vielleicht nutzt ja jemand mal die Rest-API und baut ein komplett neues Frontend für Connections. Da IBM diese auch benutzt für die Programmierung der eigenen Oberfläche sollte dem nichts im Wege stehen. Ob man damit Lorbeeren verdient, weiß ich nicht.

Zurück zum Bericht. Es ist ein sehr ausgewogener Bericht. Beide Firmen kochen nur mit Wasser und beide haben ihre Stärken und ihre Schwächen. Sehr schön ist der Vergleich der Konfernzen, der gebotenen Inhalt und das Drum Herum.

Auch wenn es 5 Seiten sind: Der Bericht ist lesenswert und es ist im Internetzeitalter der kurzen Aufreißer trotzdem schaffbar.

 

November 16, 2012

IBM Keynote auf der DNUG Konferenz: Connections in Anwendungen integrieren

Auf der vergangenen DNUG Konferenz in Fulda haben wir als Keynote mal keine Hochglanz-Was-Alles-Geht-Wenn-Ihr-Nur-Auch-Alle-Brav-Mitmacht Folien gesehen, sondern einen sehr praxisnahen, eher technischen Vortrag von Niklas Heidloff, Christian Holsing und Thomas Schaeck. OK, ein paar Hochglanzfolien waren dann doch enthalten, aber in einem erträgliche Maße.

Für mich das wichtigste in diesem Vortrag: Die Ankündigung des Social Business Toolkit for Web and Java Developers!!!

Niklas hatte die Ehre uns an diesem Tag mitzuteilen, dass das Stück Software bald (im November, evtl. Anfang Dezember) erhältlich ist. Es wird damit noch einfacher, die Services aus der IBM Welt (Domino, Connections, Sametime, etc.) und auch aus anderen Systemwelten zu neuen Anwendungen zu integrieren. Ich bin der festen Überzeugung 8und das schon länger, siehe hier und hier), dass gänzlich neue Anwendungen entstehen werden, die in Unternehmen die unterschiedlichen Welten aus E-Mail & Kalender, Workflow & Prozessen, Wikis & Blogs und auch dem Activity Stream einbinden werden.

November 13, 2012

Ed Brill präsentiert IBM Notes & Domino Social Edition

Ed Brill präsentierte eben die kommende Version von Notes und Domino 9 Social Edition.

Was fällt einem als erstes auf: Es ist weiterhin Notes. Obwohl die Oberfläche in vielen Bereichen modernisiert wurde, werden sich auch altgediente Notes-Anwender sehr schnell zurecht finden. Das hält den Schulungsaufwand in Grenzen. Trotzdem wirkt das Layout frischer und moderner. IBM versucht den Spagat zwischen angesammelter Altlast und dem Schritt hin zu einem modernen Client.

Das wichtigste neue Merkmal, neben den üblichen kleinen Verbesserungen in Mail, Kalender und Adressen, ist die Integration der “Embedded Experience”. Connections 4 Anwender haben diese Erfahrung bereits gemacht. Es ist (hoffentlich) in beiden Produkten die gleiche Technologie, die sich dahinter verbirgt.

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