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Auf dem Weg zur 40. DNUG Konferenz

So, nachdem ich den ersten Zug verpasst habe – nein, diesmal war nicht die Bahn schuld, sondern mein Bedürfnis ein nettes Gespräch mit einem Trainerkollegen über die kommende Handball Saison zu führen – sitze ich im Zug und mache mir so meine Gedanken über die kommenden 3 Tage.

Normalerweise fahre ich mit großer Freude zur Konferenz. Diesmal ist das anders. Ich bin mir noch nicht sicher, was mich dort erwarten wird, wie die Stimmung sein wird.

Die DNUG fährt weiterhin in einem unruhigen Gewässer

Heute Mittag geht es mit der Vorstandssitzung los. Es stehen Veränderungen an. Ich bin sehr gespannt wie die Ergebnisse heute Abend aussehen werden.

Morgen geht es dann mit der Konferenz los. Der Vorstand hat das Konzept nach der letzten Veranstaltung in Frankfurt geändert, den Zeitplan kompakter gestaltet und – hoffentlich – die Schwerpunkte neu und richtig gesetzt. Das sieht schon besser aus. Nur mit dem Schwerpunkt-Thema “Marketing” bin ich nicht ganz so glücklich, da es außerhalb der Kernkompetenzen der DNUG, aber auch des großen Herstellers ist. Aber die Agenda zu dem Themenblock sieht spannend aus.

Leider werde ich aber daran nicht teilnehmen können, da Anja Wittenberger und ich parallel dazu unseren Track “Social Business” haben, Wie bereits in der Vergangenheit werden wir hier wieder sehr aktiv mit unseren Teilnehmern an unseren Themen arbeiten.

Von der IBM gab es in der Vorbereitung viel Unterstützung. Die Marketingkanäle wurde intensiv und abgestimmt gefüllt. Trotzdem bin ich da ein wenig am Hadern. Leider wird eine “Parallel-Veranstaltung” der IBM, die zur DNUG Konferenz geplant war, nicht stattfinden. Was ich sehr schade finde. Korrektur: Findet doch statt, wie ich gerade nach meiner Ankunft erfahren habe.

Außerdem veranstaltet die IBM im Herbst, 2-3 Wochen vor der kommenden DNUG Konferenz eine – im Prinzip – Konkurrenzveranstaltung, die wahrscheinlich wieder kostenfrei sein wird – gleiche Themen, ähnliches Konzept. Diese Situation gab es bereits im vergangenen Jahr. Auf der einen Seite unterstützt die IBM die DNUG sehr aktiv, auf der anderen Seite wird kräftig eingegrätscht – von hinten.

Ist ein wenig wie bei meinen Jungs zu hause: miteinander ist es schwierig, ohne geht es aber auch nicht.

Zukunft der DNUG

Ich bin der Überzeugung, dass es einen Lotus/Notes/Social Business/ICS wie auch immer Anwender-Community geben muss!

  • Die Themen Social, Collaboration, Workflows, Prozesse sowie die Werkzeuge Notes, Domino, Connection sind zu wichtig, als das man die IBM damit alleine lassen kann. Es muss einen Ort geben, wo man dem großen Hersteller mal gepflegt einen Tritt in den Allerwertesten geben kann. Die Erfahrung zeigt, dass das ohne auf Dauer nicht gut geht. Aber auch Gutes, das es auch gibt, soll gezeigt, vorgestellt und gelobt werden. Beides kommt im Moment zu kurz.
  • Es braucht einen Ort, wo sich Anwender ohne Vertriebsdruck und laufende Projekte/Aufgaben (The Daily-Ärgernisse) mit gleichgesinnten Leidensgenossen austauschen können. Das bringt alle weiter.
    Wir reden zwar letztendlich nur über Technologie, da sollte Herz/Schmerz und Gefühle keine Rolle spielen. Tut es aber. Firmen investieren, ITler kämpfen jeden Tag mit den großen und kleinen Hindernissen, Mitarbeiter haben über Jahre ihr Wissen aufgebaut, in Projekten werde tolle, kreative Lösungen entwickelt, man trifft sich mit Menschen, denen man helfen kann usw. Da hängen immer Menschen dahinter, die da viel persönliches in die Themen und die Technologie reinstecken.
    Da werden (einige) Vertriebler, Quartalskassierer und Zahlenmenschen sofort einwerfen, dass es um Technik und Geld geht (netter verpackt -> sie sagen Menschen, meinen aber Provision). Aber das ist zu kurz gedacht, denn ohne die engagierten Menschen, die da ihre Energie reinstecken, gibt es auch kein Geschäft. Und für die braucht es (wieder) einen Ort, an dem diese positiven Akteure die notwendige Unterstützung und neue Energien bekommen.
  • Die Gegenwart mit ihren Veränderungen und die Zukunft mit ihren Ungewissheiten sind viel zu spannend, als das man sich nicht damit beschäftigen sollte. Außerhalb des täglichen K(r)ampfes über den Tellerrand hinausblicken, in einem persönlichen und vertrauten Umfeld – dafür muss es (weiterhin) einen Ort geben.

Ich bin sehr gespannt was kommen wird. So langsam rückt Karlsruhe näher und je mehr ich mich damit beschäftige, desto größer wird die Vorfreude.

Ach ja: Am Mittwoch kann es später werden, da ab 17 Uhr die IBM via Live-Schalte Connections Next vorstellen wird. Mal was neues: Nicht am Anfang einer Konferenz sondern am Ende wird the (hoffentlich) next Big Thing vorgestellt. Wird fast so spannend sein wie das Pokalfinale am Samstag: In vertrauter Runde gemeinsam “fernsehen” und einem ungewissen Ereignis entgegenfiebern. Aber auch hier bin ich über das zu erwartenden Ergebnis frohes Mutes, ging ja am Samstag auch schon gut aus.

PS: ich tippe den Text gerade mit einem Microsoft Surface – tolles Gerät, aber bei langen Texten ist die Tastatur und die automatische Rechtsschreibkorrektur eine große Herausforderung. Daher bitte ich Fehler zu entschuldigen.

 

Querdenken – aber nicht quer gemacht!

meine Sichtweise auf die IBM BusinessConnect

In den vergangenen Tagen und Wochen war ich auf verschiedenen Enterprise 2.0 bzw. Social Business Veranstaltungen, unter anderem auf der IBM BusinessConnect in Mannheim. Auf dieser Konferenz, auf die ich hier näher eingehen werde, wie auch auf den anderen Konferenzen ging es letztendlich um die Einführung von Social Network Plattformen in Unternehmen. Je nach Herangehensweise oder Ausgangslage sind die Voraussetzungen für die erfolgreiche Einführung entweder, dass das Unternehmen sich ändert, um die Social Business Plattformen nutzen zu können, oder das Unternehmen wird sich durch die Einführung verändern. Auf jeden Fall wird sich etwas ändern. Das liest und hört man bei jedem Referenten auch spätestens ab der dritten Folie.

Erstaunlicherweise hat sich aber bisher nichts an den Formaten bei den thematisch entsprechenden Konferenzen verändert. Die IBM Veranstaltung und die anderen Konferenzen sind immer noch so was von „1.0“, dass es für mich immer unerträglicher wird, daran teilzunehmen. Dabei gibt es mittlerweile wunderbare Alternativen und Ergänzungen zu den klassischen Frontalkonferenzen. An erster Stelle steht hier natürlich das Barcamp-Format.

Barcamps sind sicherlich nicht die Lösung für alle Themen und Anliegen. Aber für die klassischen Konferenzanbieter wäre es sicherlich sinnvoll mal darüber nachzudenken, sich diesem Format anzunähern, davon abzukupfern oder diese zu adaptieren. Dass das Format Barcamp nicht nur etwas für junge hipe Weltveränderer ist, zeigt das „colearncamp“ des Arbeitgeberverbandes hessenmetal (diesen Verband würde man nicht unbedingt als „Hipster“ oder „Cool“ bezeichnen). Das Durchschnittsalter der Besucher liegt vermutlich bei +/- 35-40 Jahren und die meisten haben ihre Berufung in den bodenständigen Bereichen Personalentwicklung, Weiterbildung und Beratung gefunden. Trotzdem die Voraussetzungen eher für ein gesetztes, vielleicht auch eher konservatives und in seinem Verhalten eingefahrenes Publikum sprechen, ist das „colearncamp“ ein wundervoller, kreativer, interaktiver, inspirierender und positiver Ort. Jeder der Teilgeber (nicht Teilnehmer!!!) geht von dort mit neuen Ideen, wichtigen und relevanten Kontakten (auch geschäftlichen) und vielen wichtigen Informationen motiviert nach Hause.

Das kann ich leider von der IBM BusinessConnect und den anderen Konferenzen nicht behaupten: Vollgestopft mit aneinandergereihten Vorträgen, keine Interaktion und schon gar keine aktive Teilnahme, starres sitzen in unendlichen langen Konferenzstuhlreihen, teilweise schlechte und lustlos zusammenkopierte Präsentationen, dazu einige Themenverfehlungen in Bezug auf die gedruckten Ankündigungen usw. Nach einigen Präsentationen gab es auf den Fluren Gemecker und Kopfschütteln.

Daher meine Bitten an die verschiedenen Akteure dieser Konferenzen:

Liebe Social Business-Kongress Veranstalter und hier im speziellen liebe IBM,
ihr habt so tolle Themen und ihr habt auch eine grobe Vorstellung von dem, was ihr bei euren Teilnehmern bzw. Kunden erreichen wollt: Unternehmen entwickelt euch weiter, verändert euch und macht euch fit für unsere Produkte. Das sagt ihr so direkt nicht, aber es liegt in der Natur der Sache, dass ihr am Ende des Tages Lizenzen, Services oder irgendetwas anderes verkaufen wollt. Ist ja nichts Schlimmes und Verbotenes. Leider lebt ihr diesen Wandel, den ihr von euren Kunden einfordert, bei den Konferenzen überhaupt nicht vor. Dabei gab es schon tolle Ansätze, wie z.B. die IBM JamCamp Bus Tour vor zwei bzw. drei Jahren. Das wurde leider nicht wiederholt. Und bereits bei der zweiten Bustour war der Abschluss kein Barcamp mehr sondern wieder eine Konferenz barocker Art für die schlipstragenden Zahlenmenschen.

Liebe Hersteller,
nicht alle, aber doch einige von euch haben tolle Produkte. Ihr preist sie an, dass sie so einfach und modern sind und es nichts Vergleichbares gibt und vieles mehr. Und was zeigt ihr uns? Uns, damit meine ich diejenigen, die sich 45 Minuten Zeit nehmen und sich informieren wollen, die vielleicht auch begeistert werden wollen. Ihr zeigt uns langweilige und statische Folien, die meist nicht mehr bieten wie eure gedruckten Werbeprospekte. Wenn wir, die wir Zuhören, noch Glück haben, dann ist der Redner unterhaltsam – wenn nicht, dann gute Nacht Marie. Für diese Situationen gibt es – Mr. Jobs sei Dank – Tabletts und Smartphones.

Michael Ende nannte diese Gattung Menschen in seinem Buch Momo „Zeitdiebe“.

Liebe Konferenzort-Anbieter,
von euch würde ich mir auch gerne eine Raum-technische Weiterentwicklung wünschen. Der große Saal ist der große Saal und dort geht es um den großen Auftritt. Daher sind hier viele Stuhlreihen und große Leinwände für die Bühnenshow genau richtig. Aber doch nicht in allen Räumen. Diese sind alle ausnahmslos kahl, grau, lieblos und vollgestopft mit Stühlen und Technik. Die Stühle stehen in langen Reihen so, dass man von der Seite aus noch nicht einmal richtig auf die Bühne sehen kann ohne sich zu verbiegen. Ein meist nicht aufkommendes Frage- und Antwortspiel zwischen den Referenten und den Zuhörern verebbt, da man die Fragenden weder richtig sieht noch versteht.

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
von Euch bin ich fast am meisten enttäuscht. Warum? Ihr, die ihr auf eine Konferenz zum Thema Social Business geht, seid doch diejenigen, die das Thema „Social“, Interaktion, Partizipation, Veränderung usw. in die Unternehmen bringen sollt. Und dann lasst ihr euch solche Formate gefallen? Oder ist das auch das Format, mit dem ihr euer Unternehmen „social“ machen wollt?
Versucht mal auf diese Weise das Fahrradfahren zu vermitteln (in Anlehnung an das Zitat von Harald Schirmer): Einer steht auf der Bühne und zeigt auf statischen, Text-lastigen Folien wie man mit dem Fahrrad dieses Herstellers fahren könnte. Danach sollt ihr euch dann für das Produkt entscheiden.

Zum Schluss
Nein, es war, auch wenn es hier vielleicht so rüberkommt, nicht alles war schlecht auf der IBM BusinessConnect (dies gilt auch für anderen von mir besuchten Konferenzen): Einige Vorträge waren super, darunter sogar echte Highlights, die Organisation lief reibungslos, die Mischung der verschiedenen Brands zu einer Konferenz war bereichernd, die Abendveranstaltung war super und ja, zwischen den Vorträgen gab es tolle Gespräche.

Aber mir ist das mittlerweile einfach zu wenig quergedacht.

DNUG Konferenz: Session Social Learning

Ich freue mich auf einen besonderen Themenschwerpunkt in diesem Jahr auf der DNUG: Wir haben für die Session “Social Learning” drei wunderbare Referenten gewinnen können.

Dr. Dietmar Johlen, Schulleiter der Herwig-Blankertz-Schule in Hofgeismar, zeigt auf, wie die berufliche Ausbildung auch aussehen kann. In den vergangenen Jahren hat sich sehr viel in unserer Gesellschaft, in der Technologie und bei den Anforderungen, die an jungen Menschen gestellt werden, verändert. Darauf müssen die Schulen reagieren. Ich habe es bereits vor ein paar Jahren selber miterleben dürfen, wie guter Unterricht in der Berufsschule sein kann. Warum ich beeindruckt war, erzähle ich auf der Konferenz und wie das geht und was passieren muss, erfahren wir von Dietmar Johlen.

Monica König hat gemeinsam mit 2 Kollegen/Freunden am Anfang des Jahres einen großen und sehr erfolgreichen Mooc durchgeführt.Ich habe selber daran teilgenommen und habe viel interessante auf eine neue Art und Weise der Wissensgenerierung lernen können.Ich finde diese Form des Austausches und des Lernens eine sehr spannende Form der Weiterbildung. Sie wird in Zukunft sicherlich eine noch größere Rolle spielen und sich sicherlich in unterschieldichen Formen weiterentwickeln.

Ellen Trude ist schon seit sehr vielen Jahren in der beruflichen Weiterbildung tätig. Gerade habe ich bei Facebook einen Eintrag gesehen, wie sie bei Bosch gerade bei Ausbildung der Community Manager zu Gange ist. Über Bosch werden wir am Tag vorher bei Treffen des Arbeitskreises mehr erfahren (Best Practices Social Business: Community Management & Strukturierung). Sie wird uns davon berichten, wie wir in Zukunft am Arbeitsplatz besser lernen können. Zu diesem Satz fallen mir bereits jetzt 3-5 Fragen ein..

Warum ist das Thema Social Learning so wichtig und warum nimmt es so viel Raum (ich finde ja noch zu wenig) auf der Konferenz ein? Diese Fragen werden wir natürlich versuchen auf der Konferenz in der Abschlußdiskussion zu beantworten.

Quelle: http://dnug.de/DNUG/cms.nsf/id/39Konferenz_Agenda.htm

Session 2.1 – Social Learning: Dienstag, 12.11.2013
Raum Frankfurt
14:00 – 14:15
Themeneinführung Social Learning für die Vortragsreihe

14:15 – 15:45
Individualisiert und kompetenzorientiert lernen – Auszubildenden Raum für eigene Lernwege geben

16:15 – 17:00
Alles MOOC oder was?
Was an der Aufregung über Massive Open Online Courses dran und für Unternehmen drin sein kann

17:15 – 18:00
Features 2.0 + Denkansatz 1.0 ≠ Social und Workplace Learning

18:00 – 18:45
Abschlussdiskussion mit den Referenten

Mein Fazit von der vergangenen DNUG Konferenz

Veröffentlicht auf silicon.de

Mein persönliches Fazit der Konferenz ist von einer positiven Stimmung geprägt. Warum positiv? Hat IBM das Rad neu erfunden? Nein, das nicht. Trotzdem, es waren wieder mehr Teilnehmer und auch Aussteller anwesend. Von den Ausstellern, mit denen ich gesprochen, habe ich die Rückmeldung erhalten, dass sie sehr  gute Gespräche hatten. Zwischen den Vorträgen, Workshops und den moderierten Runden gab es viel Austausch zwischen den Teilnehmern. Der Konferenzort war hervorragend. Außerdem unterstützte das Wetter aktiv den Small-Talk im Freien.

Da war noch die IBM. Hat “sie” etwas gänzlich Neues zur Konferenz mitgebracht? Kurz überlegen…. Nein. Eigentlich ist eher das Gegenteil der Fall. Man könnte auch von einer eleganten Rolle rückwärts sprechen. Jahrelang verkaufte Big Blue Notes/Domino vor allem als E-Mail Server und positionierte sich direkt gegen Microsoft. Dabei wurde oftmals nur in einem Nebensatz erwähnt, dass man mit dem System auch sehr gute Anwendungen (früher Groupware genannt) entwickeln kann. Anwendungen, die heute und auch in Zukunft in Unternehmen weiterhin gebraucht werden. Dann der Schwung in die andere Richtung: Wir werden alle “social”, verzichten auf die E-Mail und “sharen” und “taggen” alles was uns in den Stream kommt.

Dann kam Scout Souder und präsentierte in seiner Keynote “IBM Notes/Domino 9 – Social Edition”. Die Oberfläche ist neu gestaltet, viele Standards sind nun besser integriert, die ein oder andere neue Funktion und die Anbindung an Social Networks (vor allem natürlich an die eigene Plattform Connections) ist nun noch besser und einfacher zu realisieren – daher auch der Namenszusatz “Social Edition”.

Die Hauptaussage im Vortrag war jedoch: “E-Mail ist stärker denn je! Seht euch die vielen neuen Dinge im Notes-Client an, die dazugehörige erweiterte Browserversion iNotes und die neue(!), nahtlose Integration in Microsofts Outlook 2013 ebenso.”

Moment mal? Wurde der Social Business Community nicht in den letzten Jahren immer wieder erzählt, dass die E-Mail Tod ist. Nun ist die E-Mail also wieder da. Für die meisten im Auditorium ist das nicht neues. Alle arbeiten in ihrem Arbeitsalltag weiterhin mit E-Mail. Gerade im Kontakt mit Kunden und Partnern bleibt die E-Mail das universelle Kommunikation- und Informationstransportmittel. Einfach die Adresse eingeben, Betreff und Inhalt samt Attachment dazu und los geht es. Keine kryptische Server-Adresse vor oder hinter einer Firewall, kein neuer Benutzername, kein weiteres Kennwort und verfügbar auf alle mobilen Geräten, Rechnern und Betriebssystemen dieser Welt.

Was heißt das nun? Das Pendel schwingt wieder zurück – nicht mehr und nicht weniger. Die Mail wird es auch in Zukunft geben. Gleichzeitig wird die Nutzung von Social Network Plattformen in Unternehmen weiter zunehmen. Beide Welten haben ihre Vorteile und ihre Stärken. Außerdem werden sich Unternehmen weiterhin damit beschäftigen müssen, wie sie viele ihre zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen besser erledigen. Dies mag mit der E-Mail erfolgen können, durch den Einsatz eines Social Networks oder aber(!) durch die Entwicklung neuer, spezialisierter Plattformen, die basierend auf den beiden Technologien (und einigen weiteren) neue Anwendungen ermöglichen: “Social CRM”, “Social Projekt”, “Social Produktion”, “Social Personal” usw. Einiges davon gibt es bereits, aber vieles muss noch entwickelt werden und vor allem im Unternehmen in die Arbeitsprozesse eingeführt werden.

Für diese kommenden Herausforderungen hat sich die IBM nun mit seinem aktuellen Produktportfolio rund um Notes/Domino und Connections gewappnet (auch wenn vom IBM Marketing hierzu nur wenig darüber zu hören ist): Keine abgeschotteten Systeme sondern Mail-Services, Awarness- und Chat-Services, Social Network-Services, Datenbank-Services, Datei-Services usw. mit offenen und standardisierten Schnittstellen., dazu Toolkits, die die Entwickler unterstützen. Nun liegt es an den Unternehmen und den Entwicklern diese Services zu nutzen, um für ihre Anwender und Kunden neue Anwendungen zu realisieren. Anwendungen, die die Stärken von E-Mail und Social Networks gepaart mit moderner Webentwicklung und mobiler Verfügbarkeit vereinbaren.

Die Grundlagen hierfür sind gelegt. IBM rudert nicht zurück, sondern hat das Ruder wieder soweit korrigiert, dass Unternehmen und Business Partner wieder vermehrt im Boot mitfahren können. Außerdem sind viele der anwesenden Teilnehmer in der Diskussion über die notwendigen Veränderungen im Unternehmen heute viele weiter. Man muss nicht mehr die Grundlagen und Vorteile von Social Networks zum x-sten Male wiederholen. Es gibt vielfältige Erfahrungen, auf deren Basis intensiv über neue Lösungen diskutiert werden kann.

Aus diesen genannten Gründen, aber auch noch einigen mehr, ist mein persönliches Fazit von der Konferenz sehr positiv.

Als Moderator bei der DNUG unterwegs: Rollenspiel zum “Activity Stream” und 1-9-90 Diskussion

Abgekämpft und im vollen Einsatz. Eben wurden einige Impressionen der vergangenen DNUG Konferenz in Fulda veröffentlicht..

Entweder war das am Ende der der 3 Vorträge zum Thema Activity Stream oder bei meiner Barcamp-Runde zum Thema 1-9-90.

Nach dem zweiten Vortrag über den Activity Stream habe ich mit den Teilnehmern ein Rollenspiel als “Lernzielkontrolle” durchgeführt. Die 5 Freiwilligen auf dem Bild links haben gemeinsam die Vor- und Nachteile des AS gegenüber der klassischen E-Mail durchgespielt. Barbara Koch war die “Inbox”, Arnd Layer der “Activity Stream” und die drei anderen Herren waren ein Urlaubsantragsworkflow, eine Reisekostenabrechung in SAP und eine Powerpoint Präsentation.

Es hat, erstaunlichster Weise, der AS gewonnen und seine Vorzüge ausspielen können. Denn (!!!) beim AS muss man nicht andere Anwendungen aufrufen, um die Aufgabe zu erfüllen. Sondern die unnachahmliche Web Experience von Connections ermöglicht die Bearbeitung, das Kommentieren, Empfehlen, Antworten usw. im Browser.

Trotzdem das Ganze nicht ganz ernst gemeint war und auch nicht so in der Durchführung zu erleben war, hat man gesehen, dass der AS Vorteile bringt, wenn (!!!) die Admins, Entwickler, Consultants, Unternehmen usw. ihre Hausaufgaben machen und die Prozesse so anpassen, dass sie im AS abgebildet werden können.

In der Barcamp Diskussion ging es um die Maßnahmen, die ein Unternehmen ergreifen muss, um eine Social Business Plattform zum Fliegen zu bekommen. Die meiste Zeit wurde über die Auswahl der Personen gesprochen, die für das Projekt relevant sind, Selbstläufer sind oder unwichtig sind. Wenn man diese identifiziert hat, kann man seine zur Verfügung stehenden Ressourcen für das Marketing und die Unterstützung der verschiedenen Aktionen gezielter einsetzen.

Ein paar Teilnehmer hatten die Zahlen ihrer Plattform-Nutzung mit. Wie so oft hat sich auch hier wieder die 1-9-90 Regel bestätigt. Vielleicht ist es ja doch eine Naturkonstante.

 

 

Call for Abstracts: DNUG Herbstkonferenz

Quelle: Euluc.

Die DNUG Herbstkonferenz 2012 wird am 8. und 9. November im Hotel Esperanto in Fulda stattfinden. Der Call for Abstracts für die Konferenz ist eröffnet.

Wir freuen uns bis zum 30. Juni 2012 auf interessante Bewerbungen rund um die Leitthemen

  • Best Practices
  • Dokumente und Informationen
  • Hochschulprojekte
  • Kommunikation
  • Kosten
  • Vernetzen
  • Zukunft & IT Trends

Die ausführliche Beschreibung der Themen und die Rahmenbedingungen für die Teilnahme an der Ausschreibung / der Konferenz sind hier zusammengestellt:

DNUG Workshop zum Enterprise 2.0 Einführungsvorgehen

Sie kennen die Unterschiede zwischen einem IT-Projekt zur Einführung einer „klassischen“ Business Anwendung (z.B. ERP, CRM) und dem Vorhaben, eine Social Business Plattform zu etablieren?

Beim ersten muss angefordert, evaluiert, programmiert, getestet, abgestimmt und nochmal getestet und korrigiert werden. Je nach Aufwand und Komplexität kann dies ein paar Wochen bis hin zu Monaten oder Jahren gehen. Dann wird der Anwender geschult und darf den abgebildeten Prozess in der Anwendung entsprechend abarbeiten.

Bei der Einführung einer Social Business Plattform geht es meist recht schnell vonstatten. Abgesehen von einer u.U. umfangreichen Softwareauswahl im Vorfeld wird die Plattform installiert, an das Benutzerverzeichnis angebunden und schon kann es eigentlich losgehen. Wer schon einmal mit einem Wiki gearbeitet hat, findet sich sehr schnell zurecht und legt los.

Jetzt kommt der zweite Unterschied:

Während unsere erste Anwendung stetig weiter benutzt wird, kommt es beim Wiki oftmals zum Abflauen der Nutzung. Der erste begeisterte Anwender hat seine Ideen verschriftlicht und allen bereitgestellt. Und die anderen? Vielleicht machen sie mit. Vielleicht auch nicht.

  • Wie verändern sich Zusammenarbeitsprozesse von der gemeinsamen Inhaltserstellung bis hin zur transparenten Kommunikation?
  • Welcher Kulturwandel geht mit dem Vorhaben der unternehmensweiten Nutzung einer Social Business Plattform einher?
  • Welchen Herausforderungen müssen sich Führungskräfte bei mehr Transparenz und Selbstorganisation stellen?

Der diesjährige Social Software Workshop am 11. Juni 2012 ab 10:30 Uhr in Dortmund bietet Ihnen die Möglichkeit, gemeinsam mit erfahrenen Experten und Anwendern aus anderen Unternehmen zu arbeiten, Fragen zu stellen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Hierbei werden die Herausforderungen der Einführung von 2.0-Arbeitsweisen und Werkzeugen (Social Business Plattform) in Organisationen diskutiert und konkrete Lösungsansätze für die jeweiligen Projektphasen erarbeitet.

Gestartet wird mit einem Praxisvortrag:

Top down, bottom up oder doch quer durch?

Einführungsstrategien von Social Business Software
Anhand des Einführungsvorgehens bei Evonik werden verschiedene Möglichkeiten der Implementierung ins Unternehmen beleuchtet. Hier gibt es individuelle Chancen, Risiken und Hindernisse, die bewältigt werden müssen.

Danach werden in drei Arbeitsrunden die verschiedenen Phasen der Einführung im Unternehmen bearbeitet. In der Reflexion der Arbeitsergebnisse erfolgt die Sicht auf Best Practises und mögliche Lösungsvorgehen.

Ein Ausblick zum zukünftigen „Weg zur vernetzten Organisation“ rundet die Veranstaltung ab. Wir würden Sie dazu gern begrüßen. Die Teilnahme ist für DNUG Mitglieder gebührenfrei.

DNUG Konferenz: Barcamp Themen werden gesucht

Los geht es. Tut nicht weh. Auch denen nicht, die nur auf Konferenzen gehen und sich von früh bis spät bespaßen lassen. Ab und an in eine Runde gehen, in der man mit diskutieren, Fragen stellen und natürlich – wenn vorhanden – die Antworten beitragen kann.

Ich verspreche: Jeder wird bereichert aus dieser Runde hinausgehen. Frei nach dem Motto: Schlauer raus als rein.

Nicht vergessen: Die Hauptprodukte, die bei dieser Konferenz eine Rolle spielen, unterstützen die Kommunikation. Und die ganz neuen Produkte, sogar die gemeinsame Kommunikation. Da kann man es doch im realen Leben – hier auf der Konferenz mit gleichgesinnten Leidensgenossen – ein wenig ausprobieren wie das so mit der Kommunikation denn geht, bevor man wieder zurück an seinen Arbeitsplatz geht und hinter dem Monitor verschwindet.

DNUG Barcamp – nächste Station Frühjahrskonferenz 2012 in Dortmund

Mit Erfolgsgeschichten Social Media im Unternehmen einführen

Am 8.11.2011 halte ich auf der DNUG Konferenz in Bamberg meinen Vortrag.

Über den Vortrag:

“Nach nun über 20 Jahren Fenster-basierten Anwendungen, über 10 Jahren surfen im Internet und schreiben von E-Mails sowie einer Generation von jungen ArbeitskollegeInnen, die mit dem Computer aufgewachsen sind, werden heute keine Schulungen mehr benötigt, um Social Software einzuführen. Und wenn, dann nur noch im Schnelldurchlauf, um die wichtigsten Funktionen zu vermitteln. Aber was benötigt wird, ist die Unterstützung der MitarbeiterInnen beim richtigen und sinnvollen Umgang mit der im Unternehmen eingeführten Social Software. Anstatt eine E-Mail an alle zu schreiben, soll die Mitteilung nun in einen Blog geschrieben werden und die Präsentation wird nicht mehr auf Laufwerk X sondern in Quickr abgelegt. Aber warum? Und wann benutzt man das eine und wann das andere Werkzeug. Die eigenen und gewohnten, oftmals sehr lieb gewordenen Handlungsmuster müssen verändert und ausgetretene Pfade verlassen werden. Besonders am Anfang ist es schwer, denn der oder die Einzelne haben noch keinen spürbaren Vorteil durch die Veränderung des eigenen Verhaltens. Eine statische Anleitung, welches Werkzeug wann und wie zu benutzen ist, ist nicht sinnvoll und bewegen den Anwender nicht dazu, sich zu verändern.

Erfolgsgeschichten helfen dem Benutzer beim Einstieg in die neue Plattform. Eine gute Geschichte hört man sich gerne an. Und wenn sie uns gefallen, dann identifizieren wir uns auch mit den Hauptdarstellern oder mit der Handlung. Über Geschichten können Ideen, Möglichkeiten und Erlebtes transportiert werden. Vielleicht passt das, was in der erzählten Geschichte passiert, nicht ganz zum eigenen Problem. Aber vielleicht passt es so ähnlich, aber in abgewandelter Form, oder sogar ganz anders herum. Aber auf jeden Fall regen gute Geschichten zum Nachdenken an. Und sie eigenen sich für die Arbeit mit Social Media Plattformen besser, als althergebrachte Handlungsanweisen nach Schema F.

Wie findet man gute Stories und wie werden diese weiter erzählt im Unternehmen? Der Vortrag bietet einen Einblick in das Erzählen von Success Stories bei der Einführung von Social Software im Unternehmen.”