Juli 9, 2012

XING Beta – RSS-Feed und Profil-Bestätigung

XING rüstet auf. Seit geraumer Zeit gibt es einen Beta Bereich auf der XING Plattform. Hier werden neue Funktionen vorgestellt und können durch die Anwender getestet werden. Zwei habe ich eben einmal ausprobiert.

Das erste neue Feature ist die Integration von eigenen Feeds  im XING Profil. Hier hat man die Möglichkeit, seine Freunde, Verzeihung bei XING heißen die Verbindungen Kontakte , über neue Blogbeiträge zu informieren. Bisher hat sich XING immer recht verschlossen gegenüber anderen Systemen gezeigt. Nun wagen sie also eine Öffnung.

Da ich meinen Blog für sehr verschiedene Informationen benutze – private und geschäftliche – habe ich in XING folgende Feed URL eingetragen: http://haydecker.de/category/xing/feed/. WordPress bietet eine sehr einfache, aber wunderbare Möglichkeit, um nur Beiträge aus bestimmten Tags oder Kategorien in einem Feed bereitzustellen. Autoren müssen dann nur noch beim Schreiben eines Beitrags entscheiden, ob dieser auch auf XING erscheinen soll und die Kategorie hierfür auswählen. Genauso mache ich es auch mit Facebook und Twitter. Hier nutze ich als Hilfstool ifttt oder hootsuite um neue Beiträge auf diesen Plattformen zu veröffentlichen.

imageEine andere Funktion habe ich eben durch die Aktivitäten von Tim Miksa und Kai-Eric Fitzner entdeckt: Besucher eines XING-Profils können die sich dort befindlichen Beschreibungen bestätigen.

Jedes Nutzer der Xing-Plattform kann sich selber beschreiben. Bei mir stehen da Begriffe wie “Social Networking”, “E-Learning”, “Social Business” usw. XING macht hier keine Vorschriften und jeder Nutzer kann nun eintragen was er oder sie will. Nun können die Besucher des Profils bestätigen was sie dort lesen: “Ja, mit der Person X habe ich zum Thema y zusammengearbeitet”. Hier drücken sie auf das image Zeichen und erhöhen den Wert für y.

So können die Besucher eines Profils diesen in den entsprechenden Punkten hervorheben und auszeichnen. Weitere Besucher sehen dann, dass die Person X auf dem Gebiet y eine gefragte und viel ausgezeichnete Person ist.

Falls jemand das Bedürfnis hat mir ein Plus zu geben: XING-Profi von Joachim Haydecker

März 13, 2012

Pest und Cholera–die E-Mail

In Vorbereitung für einen Vortrag heute bin ich auf die folgenden Ausschnitte einer Website von 1996 gestoßen. Man hatte sich auch damals, wie bei jeder neuen Technologie, am Anfang sehr mit den Gefahren, die das Neue mit sich bringt, auseinander gesetzt. Auf den Seiten sind aber auch die Vorteil zu finden, die es mit sich bringt, wenn man E-Mail zur Kommunikation einsetzt.

Und daher gilt damals wie heute: Aufklärung hilft!

 

image

Februar 21, 2012

Ohne Telefon wäre der Wahlkampf nicht gewonnen worden

Björn Eichstädt von der Agentur storymaker zieht einen sehr schönen Vergleich zwischen Telefon und Social Media. Sein Vortrag könnte so ähnlich vor ca 60-70 Jahren gehalten worden sein, bei der Einführung des Telefons. Ist aber sehr aktuell.

Gerade gestern hatte ich wieder eine ähnliche Diskussion. Das Argument lautet dort auch: die Software wird installiert und gut isses. War ich anderer Meinung.

Dezember 7, 2011

SOCIAL BUSINESS SUCHT STANDARDS – ANALOGIEN ZUR AUSBREITUNG VON E-MAIL?

Eine Antwort auf Stefan Pfeiffers Beitrag “SOCIAL BUSINESS SUCHT STANDARDS – ANALOGIEN ZUR AUSBREITUNG VON E-MAIL?”.

Ich denke nicht, dass es je wirkliche Standards geben wird bei Social Business wie bei der E-Mail. Der Grund ist, dass die beiden Systeme nicht miteinander vergleichbar sind.

Die Einführungsphase bei der E-Mail dauerte knapp 10 Jahre. Wie Stefan es beschrieben hat, gab es erst Firmen-interne, manchmal eigenentwickelte E-Mail Systeme (ich durfte damals als Azubi bei meiner damaligen Firma an einem System ein ganz klein wenig mitprogrammieren), die nach kurzer Versuchszeit von kommerziellen Produkten aber auch bald von den ersten freien Mail-Systemen (z.B. Pegasus-Mail) abgelöst wurden. Ähnlich verlief es im vergangenen Jahrzehnt auch bei den vielen Web 2.0 Anwendungen.

Was passiert bei einer E-Mail? Es gibt eine Handvoll von Werten, die gegeben sein müssen, damit eine E-Mail von A nach B geschickt werden kann: ganz wichtig der Empfänger, evtl. ein Betreff und die eigentliche E-Mail (der “Body”). Im Body kann man im Prinzip machen was man will. Man kann einen formatierten oder unformatierten Text schreiben, man kann ein Bild einfügen oder eine Datei anhängen. Das Ganze wird in ein “Päckchen” verschnürt und verschickt. Dank der Standards und Bereitwilligkeit aller E-Mail Hersteller sich mittlerweile mehr denn weniger an diese Standards zu halten, kann eine E-Mail von A nach B transportiert werden.

Ein vergleichbares System gibt es bereits seit einigen Jahrhunderten: die klassische Post. Ich habe – auch wieder ganz wichtig – eine Adresse für den Empfänger, vielleicht einen Betreff (“Happy Birthday meine Liebste”) auf dem Umschlag und innen drin ist ein Text (der “Body”). Dieser Text kann von Hand geschrieben sein, mit der Schreibmaschine, sei geraumer Zeit auch mit dem Computer. Es können Bilder drauf sein oder aber auch als Attachment ein weiterer Brief in klassischer Form mit einer Büroklammer befestigt werden. Bei Paketen ist es ähnlich, nur dass die Attachments größer sind.

Beide Verfahren sind verhältnismäßig einfach, standardisiert und alle spielen mittlerweile mit.

Aber wie sieht es bei Social Business aus? Gibt es dort einen gemeinsamen Nenner? Welche Vergleiche gibt es zur realen Welt? Und warum sollten die Systeme sich miteinander austauschen?

Der gemeinsame Nenner der betrieblichen Plattformen ist oder wird sein, die Anmeldung mit ein und demselben Benutzer, einem Kennwort für alle Systeme, einer immer gleichlautenden E-Mail Adresse und ???? Das war es dann auch schon. Danach unterscheiden sich die Systeme grundlegend. Eventuelle bieten einige noch einen RSS-Feed an, um anderen Anwendungen mitzuteilen, dass sich etwas geändert hat.

Der Vergleich zur realen Welt ist für mich die Sporthalle. Die Sporthalle, im Unternehmen wäre das die IT mit ihren verschiedenen Anwendungen, bietet den Rahmen für die unterschiedlichen Sportarten, die in ihr ausgeübt werden können. Jeder Sportler hat einen Zugang zur Halle (“Benutzername”) und man kennt sich in der Regel. Die einen Sportler spielen Handball oder Volleyball, evtl. Tischtennis und andere turnen auf dem Boden oder an den Geräten herum.

Gibt es einen Austausch? Ja, manchmal abends in der Sportlerkneipe (der “RSS-Feed”, wenn es mich interessiert unterhalte ich mich mit dem Kameraden). Kann man mehrere Systeme benutzen bzw. Sportarten ausüben? Klar, je nach Interesse, Möglichkeiten und Bedürfnissen. Und ist es notwendig, dass ich nach einer Runde Tischtennis davon irgendetwas zu den Fußballern mitnehmen? Nun, vieleicht meine Grundtendenz zu einer gewissen Sportlichkeit (“Medienkompetenz”). D.h ein wirklicher Austausch zwischen den verschiedenen Systemen ist nicht notwendig.

Aber es gibt ja auch noch den Austausch am Wochenende. Wenn die eine Mannschaft zur anderen fährt und sie gegeneinander antreten. Den gibt es bei Social Business Anwendungen auch. Denn es passiert hier das gleiche wie auch beim Sport. Die eine Mannschaft stellt die Halle bzw. die Anwendung zur Verfügung und man nutzt das ganze dann gemeinsam für 90 Minuten oder für ein gemeinsames Projekt.

Was wird hierbei wieder ausgetauscht? Richtig: die Benutzerkennung (“Spielerausweis”). Bei IT-Systemen ist dies entweder in irgendeiner Form standardisiert umgesetzt oder ich bekomme einen temporären Spielerausweis.

Und warum sollen sich Sportler austauschen? Darüber, dass sie den einzig wahren Sport ausüben. Das sagen mir die Wiki-Fanatiker auch, dass sie damit alles machen können. Vielleicht tauschen sie sich über verschiedene Übungen im Training aus; das fällt unter die Methodenkompetenz.

Mein Fazit: Es gibt sicherlich Bereiche, da ist noch Entwicklungsbedarf notwendig. Jedes Mal einen neuen Benutzeranlegen und sein Profil ausfüllen ist elendig. Facebook und Google  bieten bereits entsprechende Möglichkeiten, um sich an “fremden” bzw. neuen Systemen anzumelden. Aber ich spüre da jedes Mal einen kleinen Schmerz mich wieder ein wenig mehr an die beiden zu ketten.

Außerdem denke ich, sind wir noch lange nicht am Ende der Entwicklung angelangt. Es werden noch viele neue erfolgreiche, spannende und innovative Systeme entwickelt werden. Dafür muss Platz sein. Denn was wäre eine Halle, in der man nur Fußball oder nur Judo machen kann? Entweder bald ungenutzt oder ein Bundesleistungszentrum für wenige Benutzer (die es geben muss!!!).

November 11, 2011

Erfolg für Social Media: Reduzierung der unzähligen Zwischenemotionen

Auf der DNUG hatten wir uns über verschiedene Möglichkeiten erhalten, wie man möglichst viele Anwender dazu bringt, sich an einer unternehmensinternen Social Plattform zu beteiligen.

Ortwin Riske beschrieb, dass man sehr häufig aus einer akut auftretenden Emotion in google+, twitter oder facebook etwas einträgt. Sei es, dass man gerade etwas macht oder irgendwo ist und dies der Welt mitteilen möchte, sei es, weil man über etwas verärgert ist oder sich über etwas sehr freut. In den wenigsten Fällen plant man mittel- bis langfristig einen Beitrag in einer der genannten Plattformen.

Alle drei Plattformen (und die vielen anderen Web 2.0 Anwendungen natürlich auch) ermöglichen es uns, sehr schnell unsere Emotionen los zu werden. Entweder ist der Rechner an und man öffnet die entsprechende Website. Alternativ holt man sein Smartphone bzw. Tablet hervor und startet die App. Und schon geht es los mit dem Tippen, da auch die jeweiligen Eingabeformulare sehr einfach und benutzerfreundlich gestrickt sind. Emotional ist man noch immer auf dem gleichen Stand.

Nun aber zu den Anwendungen in vielen Unternehmen. Noch liegen viele Plattformen gut geschützt hinter der Firewall, erreichbar über eine kryptische URL (oder sogar IP-Adresse) und die Anmeldung erfolgt über einen Benutzer und ein Kennwort, dass – Mensch wo war das nochmal gestanden –. Noch erfolgreich wird der Vorgang, wenn man den Rechner neu hochfahren muss, da ansonsten der VPN Client nicht gestartet werden kann. Nun startet endlich der Browser und man klickt sich mit sportlichen 7-12 Klicks zum Eingabefenster (das Kennwort ist das gleiche wie beim Login des Sportvereins und nicht das KFZ-Kennzeichen, jetzt merke ich mir es aber wirklich oder der Browser, oder doch nicht).

Diesen Vorgang innerhalb der Anwendung – erst links, dann oben, dann da und dann dort klicken, kann man mit einem Slalomlauf vergleichen, bei dem immer wieder eine Stange heimlich versetzt wird. Erst einmal suchen. OK, die Bookmarkliste – wenn auf dem aktuellen Rechner überhaupt verfügbar – könnte helfen, wenn sie aufgeräumt und nicht so überfrachtet wäre. Jetzt nur noch warten bis der Editor komplett heruntergeladen ist und sich langsam aufbaut. Schön, dass die Komplexität von MS Word im Browser nachgebildet werden konnte (war sicherlich nicht einfach).

Somit liegen ca. 5-7 Emotionen dazwischen, bevor man seine ursprüngliche Emotion, sprich sein Anliegen, den Kollegen mitteilen kann.

Es gibt viele Faktoren, um Social Networks in Unternehmen zum Erfolg zu verhelfen, eine davon ist auf jeden Fall der einfache (und trotzdem sichere) Zugang und eine sehr große Benutzerfreundlichkeit –> reduce to the max.

 

PS: Man kann den Vorteil dieses Verfahrens an dieser Stelle auch einmal positiv beurteilen, denn wie im richtigen Leben sollte man über eine akute Emotion erst ein Nacht drüber schlafen.

November 10, 2011

Luis Suarez: Outside the Inbox

Luis Suarez lebt seit einigen Jahren fast ohne seine E-Mail Inbox. Er benutzt E-Mails nur noch in einem sehr geringen Umfang, z.B.  für die persönliche 1:1 Kommunikation. Er benutzt sie jedoch nicht, um auf Fragen zu antworten. hier für benutzt er verschiedene Social Network Plattformen. Fragen beantwortet er nur noch einmal und stellt die Antworten allen zur Verfügung.

Luis ist ein sehr guter Redner, es macht Spaß ihn auf der Bühne oder hier im Video zu erleben.
Quelle: Euluc


 

November 7, 2011

Mitarbeiter ab Platz 20 und die ABC-Strategie

Da war ich doch gar nicht einmal so schlecht bei meiner Einschätzung. Pareto passt fast immer Zwinkerndes Smiley. Ich hatte gefragt, wie man bei der 1-9-90 Regel die Mitarbeiter erreicht, die bei dieser Regel ab Platz 20 auftauchen (wenn man sich grob vorstellt, man könnte Mitarbeiter in welcher Form auch immer auf einer entsprechenden Skala positionieren).

Im Artikel auf der Seite der computerwelt.at geht es um die Chancen für die HR-Abteilungen bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter bzw. der Personalentwicklung. Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass man bei der Einführung eines Social Networks im Unternehmen mit den A-Mitarbeitern loslegt und sich dann aber vor allem um die B-Mittarbeiter kümmern muss, damit auch diese ihr Wissen teilen und aktiv auf den neuen Plattformen mitarbeiten. Sie bilden den Großteil der Mitarbeiter des Unternehmens. und in einigen von ihnen steckt sicherlich sehr viel wertvolles Wissen, dass für das Unternehmen sehr wertvoll ist.

Ein übermäßiger Einsatz, um die C-Gruppe dafür zu gewinnen, ist aus meiner Sicht verlorene Liebesmüh. Da sie sich destruktiv verhalten, sollte man sie laut der Aussage im Artikel sogar aus dem System heraushalten, um das Netzwerk nicht zu beschädigen.

…»ABC-Strategie«: »A-Mitarbeiter setzen alles auf eine Karte, sie erreichen nicht nur Ziele, sondern übertreffen sie auch. Der A-Mitarbeiter schießt die Tore für den Chef. Ein B-Mitarbeiter fällt meistens weder positiv noch negativ auf, ein C-Mitarbeiter entzieht den Unternehmen Kraft«, erklärt Knoblauch. Diese Beschäftigten verhalten sich destruktiv. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass in Österreich 19 Prozent der Beschäftigten A-Mitarbeiter sind, 65 Prozent B- und 16 Prozent C-Mitarbeiter. …

November 3, 2011

Mit Erfolgsgeschichten Social Media im Unternehmen einführen (SBD6)

Datum:08.11.2011  -  Uhrzeit:17:00 – 17:45  -  Raum:Raum K2 – Tillmann Riemenschneider

auf der DNUG in Bamberg.

-> zum Originalbeitrag

Nach nun über 20 Jahren Fenster-basierten Anwendungen, über 10 Jahren Surfen im Internet und Schreiben von E-Mails sowie einer Generation von jungen ArbeitskollegInnen, die mit dem Computer aufgewachsen sind, werden heute keine Schulungen mehr benötigt, um Social Software einzuführen. Und wenn, dann nur noch im Schnelldurchlauf, um die wichtigsten Funktionen zu vermitteln. Aber was benötigt wird, ist die Unterstützung der MitarbeiterInnen beim richtigen und sinnvollen Umgang mit der im Unternehmen eingeführten Social Software. Anstatt eine E-Mail an alle zu schreiben, soll die Mitteilung nun in einen Blog geschrieben werden und die Präsentation wird nicht mehr auf Laufwerk X sondern in Quickr abgelegt. Aber warum? Und wann benutzt man das eine und wann das andere Werkzeug? Die eigenen und gewohnten, oftmals sehr lieb gewordenen Handlungsmuster müssen verändert und ausgetretene Pfade verlassen werden. Besonders am Anfang ist es schwer, denn der oder die Einzelne haben noch keinen spürbaren Vorteil durch die Veränderung des eigenen Verhaltens. Eine statische Anleitung, welches Werkzeug wann und wie zu benutzen ist, ist nicht sinnvoll und bewegt den Anwender nicht dazu, sich zu verändern.
Erfolgsgeschichten helfen beim Einstieg in die neue Plattform. Eine gute Geschichte hört man sich gerne an. Und wenn sie uns gefällt, dann identifizieren wir uns auch mit den Hauptdarstellern oder mit der Handlung. Über Geschichten können Ideen, Möglichkeiten und Erlebtes transportiert werden. Vielleicht passt das, was in der erzählten Geschichte passiert, nicht ganz zum eigenen Problem. Aber vielleicht passt es so ähnlich, aber in abgewandelter Form, oder sogar ganz anders herum. Aber auf jeden Fall regen gute Geschichten zum Nachdenken an. Und sie eigenen sich für die Arbeit mit Social Media Plattformen besser, als althergebrachte Handlungsanweisungen nach Schema F.
Wie findet man gute Stories und wie werden diese weiter erzählt im Unternehmen? Der Vortrag bietet einen Einblick in das Erzählen von Success Stories bei der Einführung von Social Software im Unternehmen.