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Wandel gestalten – ein Weg reicht dazu nicht!

Große Veränderungen stehen an. So ist es überall zu lesen und wenn man in die Unternehmen hinblickt, so sieht man auch dort, dass viel in Bewegung ist und der Wandel unaufhaltsam voranschreitet: Die Cloud ist da. Die Fachbereiche rufen nach modernen Anwendungen und die IT Hersteller – sowohl im Hardware wie auch im Softwarebereich – übertrumpfen sich mit immer neuen Entwicklungen.

Trotzdem herrscht eine große Unsicherheit. Denn wie wird der richtige Weg aussehen? Verkauft man sich nicht zu sehr an den Hersteller, wenn man in dessen Cloud zieht? Wenn die Anforderungen an die Software nicht mehr durch aufwendige Anpassungen, sondern nur noch durch das Verknüpfen von APIs erfolgt – Stichwort Microservices – hat das Folgen auf die zukünftige IT Architektur. Kann man in dieser Welt der Blackboxes überhaupt noch den Durchblick behalten?

Viele Fragen prasseln auf die Entscheider und auch auf die Mitarbeiter ein. Muss das eigene Unternehmen überhaupt handeln und wenn ja wie? Was kommt bei der Digitalen Transformation eigentlich am Ende heraus? Überall heißt es nur, dass alles anders aussehen wird, aber keiner sagt wirklich wie die neue Welt aussehen wird. Vernetzter wird sie sein. Modularer auch, genauso wie sie mobil sein wird. Das ist mittlerweile bekannt.

Aber was das im Einzelnen bedeutet und wie Unternehmen selber bei der Entwicklung teilhaben können, auf diesem weithin unbekannten Weg, bleibt oftmals ein großes Rätsel.

Es wird immer nur ein Weg aufgezeichnet!

Fredmund Malik beschreibt in seinem Buch „Navigieren in Zeiten des Umbruchs“ einen der wichtigsten Fehler, die aktuell gemacht werden. Man kämpft sich weiter durch das Tagessgeschäft und lässt im Verborgenen an einer Digitalisierungsstrategie arbeiten, die den aktuellen Weg ablösen wird.

Fredmund Malik - Navigieren ins Unbekannte

Fredmund Malik – Navigieren ins Unbekannte

Das wird so aber nicht funktionieren. Weder wird man den aktuellen noch den zukünftigen Anforderungen gerecht.

Mindestens 3 Strategien brauchen Unternehmen für den Wandel!

Wer sich auf den Weg der „Digitalen Transformation“ macht, braucht mindestens 3 Strategien:

Strategie Nr. 1: Wie werden die aktuellen Anforderungen bewältigt?
Noch steht die IT mit ihren Servern und den „alten“ Anwendungen im Keller und muss weiter betrieben werden.

Strategie Nr. 2: Wie sieht die Zukunft aus?
Wohin wird sich das eigenen Unternehmen, die IT und das weitere Umfeld entwickeln?

Strategie Nr. 3: Wie schafft man den Übergang von der alten in die neue Welt?
Der Umbruch verschlingt Ressourcen, die beim aktuellen Tagesgeschäft und bei der Entwicklung der neuen Strategie fehlen!

In diesem Umfang gab es bisher kaum eine Umwälzung in der IT Welt. In jedem Unternehmen gab es bereits die große Umstellung von dem System A auf das System B. Das hat oftmals viele Monate gedauert. Viele Kollegen wurden in dieser Zeit geschult, Anwendungen wurden angepasst und Prozesse optimiert.

Der große Unterschied zu den aktuellen Herausforderungen ist, dass der Rahmen gesteckt war und das Unternehmen Gründe hatte, warum der Systemwechsel vollzogen werden musste. Man arbeitete auf ein Ziel hin: In X Monaten mit dem Budget Y das System A abzulösen und B einzuführen.

Jetzt ist es anders. Wer weiß schon, wie die IT Landschaft in 3, 5 oder 10 Jahren aussehen wird? Wer weiß heute schon, welche neuen Geschäftsfelder entstehen werden oder welche neuen Mitbewerber auftauchen.

Bisher bewährte Problemlösungsstrategien helfen nicht mehr weiter. Ansätze vergangener Zeiten versagen, da sie für andere Voraussetzungen entwickelt wurde.

Eines ist jedoch gewiss: Was auch immer sich digitalisieren lassen wird, wird digitalisiert werden. Das Alte wird abgelöst werden. „Nicht weil das Alte schlecht geworden wäre, sondern weil das Neue besser ist“ (Zitat F. Malik).

Diese Erkenntnis im Bewusstsein, müssen sich Unternehmen und ihre Mitarbeiter auf dem Weg machen sich zu überlegen, wie sie die heutigen Anforderungen bewältigen, die ungewisse Zukunft gestalten und den Wandel dahin gestalten. Einen Tipp gibt es bereits jetzt: Transparenz ist ein wichtiger, wenn nicht sogar der elementare Baustein dafür.
Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem HP Business Value Exchange Blog.

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