August 12, 2014

Vertreibt “Industrie 4.0″ die Arbeiter aus den Fabriken?

Das Thema “Industrie 4.0″ köchelt so vor sich hin. Obwohl es bereits auf den vergangenen großen Messen eine wichtige Rolle gespielt hat, einige Unternehmen bereits erste Erfolge vorzeigen können und sogar die Bundesregierung entsprechende  Strategiepapiere dazu entwickelt hat, ist es noch vergleichsweise ruhig in vielen Unternehmen bei dieser sehr grundlegenden Reformierung unserer Arbeitsprozesse. Gerade mal die Hälfte der deutschen Industrieunternehmen beschäftigt sich aktiv mit dem Thema und davon haben nur 10 % bereits konkrete Anwendungen im Einsatz. Auf der einen Seite ist es verwunderlich, dass so wenig passiert. Auf der anderen Seite ist somit noch genug Zeit, dass sich die Unternehmen – neben den technischen Fragestellungen – auch mit dem Herausforderungen bei der Qualifizierung und Vorbereitung ihrer Mitarbeiter auseinandersetzen.

Industrie 4.0 – Erst am Beginn der Hypekurve

trend industrie 40

Die Grundlage von Industrie 4.0 ist ein noch schnellerer und intensiverer Datenaustausch

Die Entwicklungen, die sich durch den Ansatz der Industrie 4.0 ergeben, werden unsere Fabriken und unser Produktionsverfahren massiv verändern. Die gesamte Wertschöpfungskette wird noch stärker wie bisher integriert und voneinander abhängig werden. Bereits bei der Bestellung erhält der Kunde neue Möglichkeiten sein Produkt zu konfigurieren, zu designen oder auch neu zu entwickeln, z.B. mit Hilfe von 3D Modellen. Das geht bis hin zu Änderungen während der Produktion durch den Kunden in Echtzeit. Der Kunde erfährt bereits bei der Anpassung, ob das notwendige Produkt vom Zulieferer verfügbar ist und daher die Änderung realisiert werden kann. Hierfür ist es notwendig, dass zwischen den am Produktionsprozess beteiligten Unternehmen noch mehr und noch schneller die notwendigen Prozessinformationen ausgetauscht werden. Die technologische Basis für Industrie 4.0 sind schnelle und große Netzwerke, Cloud und Big Data, analytische Verfahren sowie neue Anwendungen, die diese neue Qualität an Informationen verarbeiten und in Echtzeit von den Maschinen im entsprechenden Produktionsprozess erhalten oder zur Verfügung stellen.

(siehe auch: Internet of Things: Der Einfluss auf den CIO von René Büst)

Werden die Menschen im Produktionsprozess überflüssig?

Aber was passiert mit den Menschen, die am Produktionsprozess bisher beteiligt waren? Werden sie überflüssig? Reicht dem Kunden in Zukunft ein mobiles Endgerät und ein paar Klicks später wird der Produktionsprozess irgendwo auf der Welt gestartet, das Werkstück produziert, die Qualität geprüft und an den vollautomatischen Versender übergeben, ohne das ein manuelle Eingriff notwendig gewesen wäre?

Angebote dieser Art wird es geben. Bei einfachen, wenig erklärungsbedürftigen und modularen Produkten mit einer geringen Komplexität wird der Eingriff durch den Menschen wegfallen. Ein Kunde bestellt bei einem Händler seine Waren, diese werden automatisch verpackt und in naher Zukunft (mit großer Wahrscheinlichkeit) per Drohne zugestellt. In Versuchsanlagen werden diese Serviceangebote bereits erfolgreich getestet. Auch wird es eine Verlagerung der Tätigkeiten während dem Produktionsprozess geben. Monotone, sich wiederholende Aufgaben werden noch mehr von Automaten übernommen werden.

Aber sobald die Anforderungen durch z.B. eine Individualisierung, komplexer werden, wird der Eingriff durch einen qualifizierten Mitarbeiter notwendig bleiben. Der einzelne Mitarbeiter wird mehr Entscheidungen treffen, die den einzelnen Produktionsablauf betreffen bzw. sogar in den kompletten Produktionskreislauf eingreifen.  Zum Beispiel wenn beim genannten Bestellprozess der Kunde eine besondere Anforderung hat, die aus dem Regelwerk herausfällt und nicht durch die Computersysteme entschieden werden kann. An dieser Stelle greift der Mitarbeiter ein und fährt mit einem manuellen Prozess fort.

prozesse industrie 40

Um dies zu realisieren wird es notwendig sein, dass die Unternehmen die Arbeitsfelder der Mitarbeiter neu gestalten. Die Mitarbeiter im Produktionsprozess werden immer dann eingreifen, wenn das zwar komplexe, aber doch auf mehr oder weniger geordneten Routinen ausgerichtete Regelwerk durchbrochen wird. Vorgänge, die außerhalb der Routine liegen, werden daher für den einzelnen zum Regelfall werden. Der Arbeiter greift dann durch seine Entscheidungen in den Produktionsprozess einer langen Kette ein. Daher wird es notwendig sein, die Abläufe im Produktionsprozess noch transparenter, verständlicher und einfacher zu gestalten. Außerdem müssen Fehler im Systemablauf berücksichtigt werden können, um die weitere Produktion aufrecht zu erhalten.

Unternehmen müssen den Vorlauf nutzen, um ihre Mitarbeiter und Manager vorzubereiten

Industrie 4.0 bedeutet also für den einzelnen Mitarbeiter weniger manuelle Routineaufgaben im Produktionsprozess, dafür umso mehr die Notwendigkeit Entscheidungen zu treffen und entsprechend zu handeln. Das heißt im Umkehrschluss auch, dass im Management direkt oberhalb der Produktion weniger Entscheidungen zu treffen sind. Bisher war die Ausnahme im Produktionsprozess der Sonderfall, in Zukunft wird sie zum Regelfall für die Mitarbeiter werden. Immer dann wenn die Computer und Maschinen die Aufgabe nicht selbständig lösen können, wird der Eingriff des Menschen notwendig werden.

Wie bei jeder großen Veränderung wird deutliche Verschiebungen von den bisherigen Tätigkeiten hin zu anderen Aufgaben und der daraus resultierend neuen Qualifikationen geben. Davon betroffen werden nicht nur die Produktionsmitarbeiter sein, sondern vor allem auch bei den im Prozess-nahen Management tätigen Mitarbeiter wird es gravierende Änderungen geben. Entscheidungen werden näher am Produktionsprozess von den dort tätigen Mitarbeitern getroffen.

Gewinner werden diejenigen sein, die über eine sehr gute berufliche Qualifizierung verfügen und bisher im Produktionsprozess aktiv mitgearbeitet und gestaltet haben. Ihre zukünftigen Aufgaben werden weniger durch Routineaufgaben geprägt sein, sondern sie werden sich mehr mit den nun auftretenden Besonderheiten im Produktionsprozess beschäftigen müssen.

Talent Management: Wie bereitet ein Unternehmen ihre Mitarbeiter auf die neuen Aufgaben vor?

Der Trend „Industrie 4.0“ ist da und er wird sich weiter entwickeln. Das heißt für die Unternehmen, dass sie ihre Mitarbeiter – oder um es moderner zu formulieren ihre Talente – weiterentwickeln müssen. Unternehmen werden nicht leichtfertig ihre Mitarbeiter austauschen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Dafür hat sich der Arbeitsmarkt zu stark gewandelt – 2/3 der Unternehmen spüren den Fachkräftemangel. Für den Großteil (76%) der Unternehmen ist jedoch die Entwicklung entsprechender Weiterbildungsangebote die größte Herausforderung. Noch ist für viele zu unsicher wohin die Reise gehen wird. Daher ist es schwierig konkrete Qualifizierungsmaßnahmen zu entwickeln. Aber auch die Mitarbeiter werden sich weiterentwickeln müssen. Wie bei jeder Veränderung mit ungewissem Ausgang, beginnen Wandel und die Erkenntnis zur Veränderung oftmals mit einer Blockadehaltung. Um das zu verhindern, müssen sich die verantwortlichen Manager im Unternehmen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern sich auf den Weg machen und sich auf die Herausforderungen vorbereiten.

(siehe auch: Talent Management @ Crisp Research)

Zusammenfassung: Herausforderungen für die Unternehmen

  • Entwicklung transparenter Prozesse
  • Die Produktionsmitarbeiter in die Kommunikations- und Informationsprozesse stärker mit einbinden
  • Mitarbeitermotivation stärken
  • Qualifizierung der Mitarbeiter auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen
  • Vorbereitung auf die Entwicklung neuer Berufe
  • Bessere Interaktionsmöglichkeiten zwischen Mensch und Maschine über den gesamten Produktionsprozess
  • Entwicklung neuer Kontroll- und Unterstützungssysteme

Bis die Entwicklungen und Veränderungen durch Industrie 4.0 in der Breite Einzug  hält, müssen Unternehmen ihre Abläufe, Strukturen und Mitarbeiter auf die neuen Anforderungen in der Produktion vorbereiten. Wie bereits seit ein paar Jahren die Kommunikation und Zusammenarbeit in Unternehmen durch Social Collaboration Werkzeuge verändert wurde, wird die starke Vernetzung und Integration der Produktionsabläufe die Zusammenarbeit und die Aufgaben verändern.

Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem HP Business Value Exchange Blog.

Juni 10, 2014

Social Collaboration Plattformen im Lösungsvergleich: User Experience – Produktumfang – Integration

Seit fast 10 Jahren nun ist das Thema einer modernen und besseren Kommunikation auf der Tagesordnung von Unternehmen. Aus den ersten Entwicklungen, die am Anfang eher kleiner dimensioniert waren und meist auf Wikis oder Blogs basierten, haben sich bis heute teilweise sehr große und umfangreiche Plattformen für den Einsatz in Unternehmen entwickelt.

Die entstandene Vielfalt ähnelt der Entwicklung von E-Learning-Plattformen um das Jahr 2000 herum. Die ersten Anwendungen waren funktional einfache und zweckgebundene Lösungen, die im Rahmen von individuellen Entwicklungsprojekten programmiert und anschließend immer weiter ausgebaut wurden. Dazu kamen auf den Markt Lösungen, die aus bestimmten Aufgabenfeldern stammten, wie zum Beispiel Projektmanagement oder CRM. Das andere Ende bilden Plattformen, die für die Einbindung und Abbildung der Unternehmensprozesse in großen Unternehmen entwickelt wurden und, genauso wie die vermeintlich kleineren Lösungen, für einen besseren Informationsfluss außerhalb der E-Mail Kommunikation in Unternehmen sorgen sollen.

Der Social Business Markt wird sich in den kommenden Jahren weiter entwickeln

Im Rahmen des Lösungsvergleichs wurden über 70 kommerzielle Plattformen identifiziert. Viele davon spielen auf dem deutschen Markt keine oder nur eine sehr geringe Rolle. Dagegen erobern  andere Plattformen sich nach und nach eine immer größer werdende Kundenbasis. Mehr als ein Dutzend der teilweise sehr innovativen und attraktiven Angebote stammen von deutschen Herstellern. Einen großen Teil des Marktes haben sich allerdings die drei großen Hersteller – IBM, Jive und Microsoft – untereinander aufgeteilt. Trotzdem entscheiden sich immer mehr Unternehmen aus verschiedenen Gründen auch für kleinere Anbieter oder einfachere bzw. spezifischere Lösungen. Alle Hersteller bieten ihre Plattformen in der Cloud an; einige bieten ihre Lösungen auch für die Installationen bei Partnern oder bei den Anwenderunternehmen direkt an. Dies ist aufgrund der aktuellen Diskussion über die Datensicherheit für den deutschsprachigen Markt ein nach wie vor wichtiger Faktor für eine mögliche Kaufentscheidung.

Für die Anwender entscheidend ist eine moderne, durchgängige User Experience

Vorstellung und erste Ergebnisse des Lösungsvergleichs der Social Collaboration Plattformen - AufbauDer Schwerpunkt des Vergleichs liegt bei der User Experience, d.h. die angebotenen Lösungen werden aus Sicht der Anwender erprobt. Anhand von konkreten Beispielen auf Basis von fiktiven Personen (Personas) werden verschiedene Aufgabenstellungen (Use Cases) getestet.

Über die Benutzeroberfläche erhält der Anwender den Zugriff auf den in der Lösung enthalten Funktionen (Produktumfang) und den bereitgestellten Daten aus weiteren Systemen (Integration).

  • Ist die Anwendung ohne Schulungsaufwand intuitiv zu bedienen und hält sie sich an die aktuellen Standards?
  • Stehen die für die tägliche Arbeit notwendigen Funktionen und Module zur Verfügung?
  • Sind die notwendigen Informationen aus bestehenden Systemen integrierbar?
    Können die in der Plattform verarbeiteten Informationen in anderen Systemen wiederverwendet werden?

Diese drei Elemente gehören – neben einer offenen und kommunikativen Unternehmenskultur sowie einer ausgefeilten Einführungs- und Nutzungsstrategie – zu den Kernfaktoren einer erfolgreichen Einführung und vor allem einer dauerhaften Nutzung. Die entwickelten Kriterien spiegeln den heutigen Standard einer Social Collaboration Plattform wider.

Der gemeinsame Nenner aller Plattformen: Activity Stream und Benutzerprofile

Bei den Funktionalitäten bilden der Activity Stream und Benutzerprofile die gemeinsame Basis für alle Plattformen. Zum Standard gehören Communities, Blogs, Wikis, Filemanagement und Foren. Zu den besonderen und oftmals sehr individuellen Funktionen gehören das Task- und Projektmanagement, die Mail-Integration, die Abbildung von Workflows oder das Durchführen von Umfragen.

Welche Funktionen bietet die Plattform? Wie sind diese umgesetzt?

Vorstellung und erste Ergebnisse des Lösungsvergleichs der Social Collaboration Plattformen - PersonasBei der Bewertung der User Experience wird eine moderne und an den aktuellen Standards orientierte Benutzeroberfläche vorausgesetzt. Die Unterschiede ergeben sich durch die Art und Weise, wie die vielfältigen Funktionalitäten umgesetzt sind und durch den Anwender bedient werden können. Trotz vieler Gemeinsamkeiten bei den Social Collaboration Plattformen erkennt man bei einigen sehr deutlich aus welchem Aufgabenbereich sie ursprünglich stammen, welche Schwerpunkte sie setzen und ob die Lösung des Herstellers aus vielen unterschiedlichen Einzelprodukten zusammengesetzt wurde. Gerade die großen Hersteller bedienen sich aus ihren vielfältigen Lösungen im eigenen Haus und bieten den Kunden sehr umfangreiche, aber häufig nicht stark integrierte Lösungen an.

Mobiler Zugriff gehört zum Standard

Große Unterschiede gibt es auch bei der Entwicklung der mobilen Varianten, sei es eine mobile Webseite oder eine eigens entwickelte mobile App. Daher wurden die Systeme beim Einsatz auf dem Desktop und beim mobilen Einsatz getestet. Bei der Betrachtung wurde auch berücksichtigt, ob der Funktionsumfang bei der mobilen Umsetzung mit der des Desktops übereinstimmt.

Ist ein sinnvoller Einsatz in der bestehende IT-Infrastruktur des Unternehmens möglich?

Vorstellung und erste Ergebnisse des Lösungsvergleichs der Social Collaboration Plattformen - KriterienDie getesteten Plattformen werden alle in Unternehmen eingesetzt. Daher ist eine Integration in die bestehenden Systeme und die Nutzung bzw. die Bereitstellung von Schnittstelen für den Datenaustausch sehr wichtig. Auch bei den Cloud-Angeboten muss eine sichere, geschützte Anbindung z.B. des Personenverzeichnisses des Unternehmens möglich sein. Darüber hinaus sollten offene Schnittstellen (APIs) bereitgestellt werden, um die Plattform in bestehende Systeme zu integrieren. Vor allem bei den OnPremise Lösungen sollte es möglich sein, dass bestehende IT-Systeme und Infrastrukturen, wie Fileserver und Backup-Systeme, angebunden und genutzt werden können.

 Zusammenfassung der Ergebnisse des aktuellen Lösungsvergleichs

Vorstellung und erste Ergebnisse des Lösungsvergleichs der Social Collaboration Plattformen - HerstellerlisteIm Vergleich aufgeführt sind:

Bitrix Bitrix24
Cisco Jabber
Citrix Systems Podio
esentri AG Social PM
Exo exo Plattform
Google Google Apps for Business
Huddle Huddle
IBM Connections
intrexx Intrexx Share
Jive Software Jive
Just Software AG Just Connect
LifeRay Liveray Social Office
Mango Apps Mango Apps
Microsoft Sharepoint 2013
Sitrion Sitrion
Salesforce Chatter
SAP SAP Jam
VMWare Socialcast
April 29, 2014

Rollenspiel für die erfolgreiche Social Business Einführung

Es ist so leicht dahergeredet, dass mit den Social Networks im Unternehmen alles, nun gut vieles. oder zumindest einiges einfacher wird. Als Mitarbeiter erhält man keine E-Mails mehr – was nicht stimmt und nicht stimmen wird, alles ist an einem Ort – nun, einigen wir uns auf vieles, wenn alle mitmachen, und das Wissen aller, fast aller, also vieler Mitarbeiter sammelt sich wie von selbst.

Nothing will happen offlineUm den Teilnehmern die Vorteile von Social Business aufzuzeigen, entwickle ich Rollenspiele. Dieses hier war eines meiner ersten und es zeigt mit sehr einfachen Mitteln, warum der Einsatz “Social Business-Plattform” im Unternehmen sehr sinnvoll sein kann.

Kein Computer – weit und breit

In meinen Workshops gibt es in der Regel keine Computer. Auf die Plattform gehen wir nur wenn es wirklich ausdrücklich vom Auftraggeber gewünscht wird.

Warum? Weil mein Ziel im Workshop ist, den Teilnehmer das Neue, das Anderen, sprich das “Social” in der Kommunikation und in der Zusammenarbeit zu vermitteln. Das geht im ersten Schritt am besten ohne den Computer. Ein Mittel dafür ist das hier bereitgestellte Rollenspiel.

Meist setze ich das Rollenspiel nach einer ersten Einführung in das Thema ein. Die Beispiele sind sehr einfach, dafür aber Lebensnah. Meist kommt das ein oder andere “so ist das bei mir/uns auch”. Je nachdem wie man das Rollenspiel einführt und durchführt dauert es zwischen 20 und 60 Minuten. Sprich, wenn man sich viel Zeit für Diskussionen lässt, dann dauert es einfach etwas länger. Aber die Diskussion an der Stelle ist meist sehr ergiebig und wichtig.

Wer Fragen, Anregungen oder Anmerkungen hat, meldet sich bitte. Neue Rollenspiele entwickle ich sehr gerne im Auftrag.

Link zum Rollenspiel

Link zum Rollenspiel – (c) 2014 Joachim Haydecker

 

 

März 7, 2014

cebit: Programm der Social Business Arena

socbizarenaHier das Programm für die ersten beiden CeBit Tage. Ich werde auf jedenfall am Montag von 11:20 Uhr bis 12:Uhr da sein, da ich das folgende Expert-Panel moderieren werde.

Expert-Panel: Social als Optimierung der Geschäftsprozesse
Datum/Date: 10.03.2014
Uhrzeit/Time: 11:20 – 12:00
Sprache/Language: Deutsch

Key Topics

  • Herausforderungen und Faktoren für den Geschäftsnutzen von Social
  • Anwendungsfälle (Use Cases) für die Verbesserung der Geschäftsprozesse durch Social

Februar 25, 2014

Neue Aufgabe: Senior Analyst bei Crisp Research

FotoSeit heute ist es nun offiziell: Ich werde das Team von Crisp Research verstärken. Im letzten Jahr hat mich Carlo Velten zum Start von Crisp Research eingeladen. Dieser Einladung folgend hatte ich dort einen sehr schönen Abend mit sehr interessanten Gesprächen. Aus diesen Gesprächen ergaben sich dann neue Treffen – und natürlich weitere Gespräche – und letztendlich die Erkenntnis, dass ich das Thema “Social Collaboration” als Senior Analyst bei Crisp Research verantworten und aufbauen werde.

Die erste Studie ist bereits in Arbeit, weitere Ideen sammeln wir bzw. sammeln sich gerade und mein erster Beitrag (Was kommt Next bei der IBM? – Wie Mail Next eine neue Generation der User Experience einläutet) für den Crisp Research Blog ist auch draußen. Außerdem laufen die Planungen für die cebit auf Hochtouren.

Aus der Pressemitteilung:
Der studierte Diplom Ökonom wird bei Crisp Research als Senior Analyst die Verantwortung für den Research zum Thema Social Collaboration ab sofort übernehmen.

Was passiert mit den bisherigen Jobs?

Meine Social Business Workshops, Präsentationen und Moderationen werde ich auch weiterhin anbieten, ebenso werde ich meine Kooperationen und Partnerschaften mit Business Partnern weiterführen.

Da ich nicht zu denen gehöre, die nur eine Tätigkeit dauerhaft machen wollen, sondern immer wieder die Abwechslung brauche, freue ich mich auf diese Erweiterung meiner Aufgaben. Ich sehe den neuen Job als eine optimale Ergänzung meiner bisherigen Projekte, beruflichen Interessen und Beiträge in Blogs, auf Veranstaltungen etc. an.

Wo die Schwerpunkte meiner Arbeit liegen werden, dass werde ich sehen. Da wird es immer wieder Verschiebungen in die eine oder in die andere Richtung geben. Der Produktfokus meiner Tätigkeiten lag bisher vor allem im Dunstkreis der IBM, dazu noch ein wenig Microsoft und Opensource-Plattformen. Hier werde ich in Zukunft größere Kreise ziehen und mir auch die vielfältigen Angebote anderer Hersteller ansehen. Inhaltlich bleibt es bei den Themen Social Business/Social Collaboration/Enterprise 2.0 sowie den Bereichen Talent Management, Social-/E-Learning und Wissensmanagement.

Ich freu mich sehr darauf mit  Carlo Velten, Steve Janata und den anderen im Team zusammenzuarbeiten. Da entsteht gerade etwas tolles. Und ich darf dabei sein.

 

 

 

 

Februar 19, 2014

Strategie Track auf der kommenden DNUG Konferenz

Zum Original auf Euluc

image_thumb.pngSocial Business Vorhaben sind mit Investitionen verbunden, die sich je nach Größe des Unternehmens und Tragweite des Vorhabens stark unterscheiden können. Die Rechnung eines ROI dafür ist meist wenig zielführend und auch die Argumentation mit dem RONI (Return of non invest) hält nicht bei jedem CFO oder Finanzvorstand stand. Zu den Herausforderungen gehören zusätzliche Investitionen, beispielsweise in Kompetenzaufbau und Change Management Maßnahmen, und das Finden der richtigen Mitstreiter für die IT-Abteilung. IT-seitig gilt es, aus der Vielfalt der Lösungen allein eines Herstellers wie IBM die passende(n) auszuwählen, Anwendungsszenarien zu identifiziert zu haben und durch Integrationen weiteren Mehrwert zu schaffen.

Wie interessant wäre es für Sie, in diesem Strategie Track Social Business unter der bewährten Leitung von Joachim Haydecker und Anja Wittenberger gemeinsam mit anderen Enthusiasten, Experten und erfahrenen Umsetzern von Social Software Einführungen zu diskutieren und konkrete Geschäftsnutzen herauszuarbeiten?

Der Track wendet sich vorrangig an Verantwortliche in den Fachbereichen, in Projektleiter, Entscheider,Enthusiasten bzw. Thementreiber.

Link zur 40. DNUG Konferenz am 20./21. Mai 2014 in Karlsruhe

Januar 28, 2014

IBMconnect: Mein Fazit :-( ist eher durchwachsen!

Jetzt sitze ich hier und bin ernüchtert. Wenn ich mich richtig erinnere, geht es mir so wie im vergangenen Jahr auch.

Die IBM hat eingeladen – die große IBM lädt hat zum jährlichen Szenetreff “IBM Connect” nach Orlando ein. Und was kommt: Nix. Das “next big thing” gut versteckt. Keine wirkliche Vision. Kein richtiger Wegweiser, der uns zeigt wie es weitergehen wird. Stattdessen die Mail-Rolle Rückwärts, ein wenig Kosmetik und Phrasen. Man hat das Gefühl, die IBM kann sich das erlauben und der Markt gehört ihr alleine: keine innovativen Mitbewerber, keine anderen Big Player und keine flinken Start-Ups mit coolen “Social”-Plattformen jeglicher Ausprägung die richtig Gas geben.

Die Präsentationen bestehen wie eh und je aus dem Ablesen vorgefertigter Texte und dem Präsentieren von Hochglanzfolien gespickt mit Marketing-Füllwörtern. Dazwischen hören und sehen wir wie immer Zahlen, Zahlen, Zahlen: dass wir 13% besser werden, 25% schöner und 38% was auch immer. Der erste beim B.-Bingo war in diesem Jahr sehr früh fertig.

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Januar 23, 2014

IBM Connect im Live Stream und auf Twitter

Zum Liveblog

ibm connect puzzleEin paar Links


Januar 10, 2014

Sollen Social Plattformen unsichtbar oder eigenständig sein?

Menschen-Prozesse-TechnolgieStefan Pfeiffer hat auf silicon.de einen Beitrag mit dem Titel “Social: Unsichtbar überall drinnen oder eigenständige Schicht?” veröffentlicht.

Es geht in seinem Blogbeitrag um die Frage, ob es in Zukunft weiterhin eigenständige Social Business Plattformen geben wird oder ob die darin enthalten Basisfunktion wie “liken” und “sharen” in anderen Anwendungen mit integriert werden und ein eigener Social-Layer nicht mehr gebraucht wird.

Ich sehe darin keinen wirklichen Widerspruch, sondern eher eine sinnvolle Koexistenz beider Welten mit der Tendenz hin zu einem zentralen Social Desktop. An diesem zentralen Ort erhält der Benutzer Zugriff auf alle für ihn relevanten Kommunikationskanäle (Status-Updates, E-Mails, RSS-Feeds, andere Social Networks), Communities und die typischen Social Werkzeuge wie Blogs und Wikis. Dieser zentrale “Activity Stream” erhält auch relevante Informationen aus allen möglichen anderen Anwendungen, bei denen es um die Kommunikation mit dem Benutzer geht, wie z.B. Prozessstatus und Workflows.

Es geht aber auch anders herum. Die Social Business Plattform dient als Quelle von Netzwerk- bzw. Social-Informationen für andere Anwendungen. Wie das aussehen kann möchte ich anhand einer Entwicklung des vergangenen Jahres zeigen.

socbiz anwendung

Im Kundenauftrag haben wir eine Applikation entwickelt, die aus mehreren Anwendungen die Daten über entsprechende Schnittstellen integriert. Die Anwendung dient dazu, dass Projektleiter für neue Projekte die für die Aufgabe am besten geeignetsten und verfügbaren Mitarbeiter suchen können. Hierfür wurde das zentrale Adressbuch angezapft, die Projektdatenbank und die darin enthaltenen Informationen wie Projektname, Aufgabe und Laufzeiten integriert sowie ein eigenes Skill- und Taskmanagement entwickelt. Das Social Network des Unternehmens liefert die jeweiligen Communities sowie relevante Wiki-/Blogbeiträge des Mitarbeiters. Das Ergebnis ist: Der Projektleiter sieht auf einen Blick, ob der Mitarbeiter verfügbar ist, das notwendige Wissen bzw. Erfahrungen hat und in welchem Bereich dieser arbeitet. Außerdem kann der Projektleiter gleich sehen, ob der Mitarbeiter zu dem Thema seine Erfahrungen weitergegeben und schon etwas gebloggt hat oder Mitglied einer entsprechenden Wissens-Community ist.

In einer weiteren Ausbaustufe erhalten die Benutzer die typischen Social-Funktionalitäten wie das “Taggen” oder das Hinzufügen eines Kollegen zu seinem “Freundenetzwerk”. Diese “Freundeliste” bildet sich dann natürlich wieder in der Social Business Plattform ab. Aus dieser Liste wird dann eine Projektcommunity erstellt, die für das anstehende Projekt dann ihren Blog und Wikis bereithält.

So sehe ich die Zukunft: Sowohl die Nutzung der Social Business Plattform im Frontend wie auch die Integration der darin enthaltenen Informationen in anderen Anwendungen.