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Dr. Thomas Zeizel: Neue Aufgabe bei der IBM Collaboration Solutions

IBMs ICS Transformation in die neue Welt

Was waren das noch für schöne Zeiten: IBM hat gesagt, wir machen das jetzt so und alle anderen machten das dann auch so. Wie das immer so ist: Rückblickend war vieles einfacher, schöner und oft behauptet besser. Man musste sich nicht mit unzähligen Technologien beschäftigen, die IT fand in den eigenen vier Wänden statt, die Innovationszyklen waren länger und planbarer und es gab wenige Quellen, an denen man aktuelle Informationen bekommen hat.

Das ist schon sehr lange her und seitdem ist viel passiert: Informationstechnologien jeglicher Art durchdringen unser Leben an allen Ecken und Enden. Die IT findet schon lange nicht mehr nur an einem Ort statt, sondern verteilt sich über den ganzen Globus. Fast täglich muss man sich entscheiden, ob die neueste Ankündigung relevant ist und Informationsquellen gibt es wie Sand am Meer.


Die (Haus-)Aufgaben für IBM Collaboration Solutions: Social Business erfordert ein neues Denken und Handeln!

  • Kunden, Business Partner und die eigene Organisation noch intensiver mit auf die neue Reise nehmen!
  • Design Thinking – Von der Entwicklung über Vertrieb & Services bis hin zu Business Partnern und Kunden etablieren!
  • Es gibt Erfolge? Dann erzählt sie! Zeigt sie!
  • Schneidet endlich die alten Zöpfe ab!
  • Beobachtet nicht nur die anderen großen „Tanker“ am Markt, schaut auch auf die schicken „Sportboote“!

Beim großen Tanker IBM war man sich als Außenstehender in den vergangenen Jahren oftmals nicht sicher, ob die vielen Kapitäne an Bord immer genügend Um- bzw. Weitsicht und auch die Ausdauer hatten, um die vielen Veränderungen tatsächlich wahrzunehmen und darauf auch zu regieren. Man vermisste oftmals die Erkenntnis, dass mit den neuen Herausforderungen in dieser sich stark verändernden Umwelt auch neue Antworten gegeben werden müssen. Keine Frage, es ist viel passiert bei der IBM. Trotzdem – blickt man die letzten Jahre zurück – hatte man nicht immer den Eindruck, dass entsprechend gehandelt wurde. Viele IBM Collaboration Solutions hinterließen den Eindruck einer Denkweise aus den 1990iger Jahren.

Neue Lösungen, neue Personen & neue Ideen

Spricht man jedoch mit dem neuen Chef der IBM Collaboration Solutions (ICS) Dr. Thomas Zeizel und schaut man sich dazu noch die aktuellen Produktankündigungen (Mail Next) bzw. –vorstellungen (Connections 5) an, dann kann man die ersten kleineren, aber auch größeren Schritte der IBM nach vorne erkennen. IBM geht einen neuen Weg, ihre Services und Produkte attraktiver zu entwickeln und anzubieten.

Es wird Zeit für diesen neuen Weg, der aber nicht einfach sein wird und sicherlich seine Zeit braucht und nur über viel Kommunikation mit Kunden und Partner erfolgreich gegangen werden kann. Aber auch in der IBM muss sich dieser neue Weg noch stärker abbilden, von allen getragen werden.

Der Spagat zwischen bewahren und erneuern

Wie kaum ein anderer IT Hersteller steht die IBM dafür, dass ihre Produkte langfristig in Unternehmen eingesetzt werden können. Man nehme nur das Beispiel IBM Notes/Domino. Über 25 Jahre gibt es diese Plattform nun. In vielen Unternehmen gibt es Notes-Applikationen, die 10-15 Jahre alt sind und noch immer ihre guten Dienste leisten. Welche Plattformen bieten diese große Vielfalt an Anwendungs- und Integrationsmöglichkeiten wie der Domino-Server oder Connections? Auf der anderen Seite ist vieles mehr als altbacken, wie der Fat-(Fat-)(Fat-)Client Notes oder aber auch das aus dem letzten Jahrhundert stammende Layout vieler Notes-Entwicklungen. Zudem sind viele Anwendungen funktional hoffnungslos überfrachtet. Die Usability ist dabei auf der Strecke geblieben.

Nun muss man die IBM ein wenig in Schutz nehmen. Nicht nur der Hersteller hat eine gewisse Behäbigkeit, sondern auch viele seiner Kunden und Business Partner. Während die meisten Anwender und Entwickler im privaten Bereich wie selbstverständlich mit WhatsApp und Facebook hantieren und sich über cool designte Produkte erfreuen, verzichten viele im Unternehmen und bei der Entwicklung neuer Anwendungen auf diese Trends und bewahren sich ihre über Jahre liebgewonnene Arbeitsumgebung. Nach den ersten Präsentationen von „Mail Next“ mit seinem komplett neuen Design Ansatz kamen viele Kommentare auf, die von diesem neumodischen Schnick-Schnack nicht begeistert waren.

Wie geht es weiter?

Mail Next wird ein großer, revolutionärer Schritt sein. Wenn es denn so kommt, wie es auf den Folien bisher dargestellt wird. Das Userinterface bricht mit allem was man bisher als Anwender und Entwickler von der IBM kannte. Endlich! Dazu werden im Hintergrund sehr viele analytischen Verfahren eingesetzt werden, um die Masse an Informationen besser bewältigen zu können: „Wozu sich bereits heute mit einer E-Mail auseinandersetzen, deren Relevanz erst in drei Wochen von Bedeutung sein wird?“ Auch hier wird man auf die konkrete Umsetzung warten müssen; aber es wird anders – und in diesem Fall hoffentlich auch – besser werden.

 

IBM Tanker

 

IBM hat bei der Entwicklung seine bisherigen Pfade verlassen und sich an die Generation Y herangetraut und diese mit in den Entwicklungsprozess mit eingebunden – ein Novum in der Entwicklungsgeschichte der IBM. Die neu entstehenden Design Thinking Zentren (From features-first to user-first) spiegeln diese Veränderungen auch ganz greifbar in Teilen der Organisation wider.

Auf diese Reise muss die IBM ihre Kunden und Partner mitnehmen. IBM muss es schaffen, ihre bestehenden Communities von der neuen Denk- und Handlungsweise zu überzeugen. Das wird kein Selbstläufer. Erfolge werden sich nicht in kurzfristigen Quartalsergebnissen zeigen.

Wenige große Tanker, dafür viele kleine Sportboote

Dieser revolutionäre Schritt bei der Entwicklung neuer Produkte ist zwingend notwendig. Vergleicht man die aktuelle Situation im Social Collaboration Markt – Crisp Research führt aktuell ein Product Review einer Vielzahl an Lösungen durch – gibt es dort die großen Konkurrenten Microsoft und Jive. Mit Microsoft verhält es sich wie zwischen VW und Toyota in der Automobilbranche: Mal ist der eine vorne, mal holt der andere auf. Microsoft befindet sich in einer ähnlichen Situation wie die IBM: Wie wird der Dampfer flott für die Zukunft gemacht? Jive auf der anderen Seite hat gerade die Nähe zu einem großen Partner (Cisco) gesucht und wird sich dort neu aufstellen.

Daneben gibt es jedoch sehr viele IT-Unternehmen, die interessante, moderne und attraktive Lösungen entwickelt haben. Vor allem im User Design sind diese oftmals innovativer und benutzerfreundlicher. Die Anwender arbeiten mit einer Oberfläche, die wie aus einem Guss zu bedienen ist. Davon ist IBM Connections noch ein ganzes Stück von entfernt. Man erkennt zwar, dass die IBM mächtige, funktional umfangreiche und für den Unternehmenseinsatz variable Lösungen hat, diese aber nur schwer zu einem neuen Produkt nahtlos zusammenfügen kann.

Die Cloud stärkt vor allem die kleinen Anbieter

IBM hat vor Jahren den Social Collaboration Markt als einer der Ersten betreten und diesen stark beeinflusst und entwickelt. Nun kommen aber immer mehr Anbieter in diesem Segment auf den Markt. Derzeit sind im weltweiten Markt über 100 (!) Anbieter von Enterprise Collaboration Lösungen aktiv.

In einer Welt der Cloud-Lösungen spielt es in Zukunft keine große Rolle mehr, ob die Software für kleine oder große Infrastrukturen ausgelegt ist. Gab es in der Vergangenheit häufig Einschränkungen bei der Skalierbarkeit durch die Software, entfällt dieser Punkt weitestgehend in der Cloud.

An dieser Stelle kann IBM noch mit der Funktionalität und der Integrationsfähigkeit in die Unternehmensprozesse punkten. Aber wie lange noch?

In der Vergangenheit waren die Entwicklungszyklen durch die Installation beim Kunden vor Ort sehr langwierig und aufwendig. In der Cloud können die Hersteller ihr Portfolio kontinuierlich nach und nach ausbauen. Funktionalitäten, die nicht durch eine Eigenentwicklung realisiert werden können, sind über APIs aus anderen Systemen erreichbar. Bei der Nutzung von Online-Speicher wird diese Integration häufig praktiziert, aber im Prinzip sind alle möglichen Konstellationen denkbar: Videokonferenzen, Billingsysteme, usw.

Cloud First – OK! OnPremise gehört trotzdem aufgeräumt!

Alte Zöpfe müssen behutsam, aber sie müssen abgeschnitten werden. „Fat“ ist uncool. Sowohl beim Client – der Notes-Client gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an – wie auch bei der Backend-Administration. Große, leistungsfähige Systeme sind komplex und aufwendig, keine Frage. Aber soll OnPremise auch in Zukunft eine Rolle spielen, dann muss das Stückwerk für die Administratoren wieder administrierbar gemacht werden. Diese Art der aktuellen Softwarebereitstellung macht kurzfristig einige wenige Partner glücklich, aber langfristig werden Anwender nicht mehr bereit sein die großen Aufwände für Wartung und Updates zu tragen. Ob diese dann in die IBM Cloud Angebote wechseln werden ist die Frage.

Der Tanker fährt, er bewegt sich? Wo geht es hin?

Thomas Zeizel betont, dass die Business Partner auch in dieser sich verändernden IT-Welt für die IBM ein wichtiger Baustein bleiben werden. Das ist eine wichtige Aussage, die die Partner – aber natürlich auch die Kunden – gerne hören werden. Denn viele Kunden arbeiten seit Jahren mit ihren Business Partnern vertrauensvoll und intensiv zusammen. Aber die IBM muss sich auch noch mehr der Verantwortung stellen und die großen und die kleinen Partner mit auf diese Reise zu nehmen.

Der Schritt zum „neuen Denken“ muss noch intensiver und stärker nach außen kommuniziert werden. Das wird eine schwere Aufgabe werden und IBM muss dabei einen langen Atem beweisen. Aber es muss passieren, denn es haben sich viele Spielregeln verändert und sie werden sich noch weiter verändern. Die neuen Impulse müssen weiter getragen werden – eine große, intensive aber auch sehr spannende Aufgabe für Dr. Thomas Zeizel und sein Team.

Der nächste Schritt: IBM Connections 5

Vergangene Woche fand in Karlsruhe die 40. DNUG Konferenz in Karlsruhe statt. Am Ende der Veranstaltung waren die Teilnehmer eingeladen, sich gemeinsam den Webcast der IBM und der Vorstellung von IBM Connections 5 anzusehen. Jeff Schick, einige seiner Mitarbeiter und ausgewählte Kunden präsentierten ihre Erfolgsgeschichten und die Neuheiten der Plattform.

 

Neben vielen kleineren Verbesserungen und Anpassungen gibt eine Handvoll von nützlichen, teilweise schon lange erwarteten Weiterentwicklungen in der neuen Connections Version. Den größten Schritt hat die IBM bei der Einbindung von externen Benutzern gemacht. Die Mitarbeiter bzw. die eingetragenen Nutzer einer Connections-Plattform können nun externe Benutzer zur Mitarbeit einladen. Diese erhalten einen Eintrag im Benutzerverzeichnis. Administratoren können die Funktion so gestalten, dass zum Beispiel entsprechende Anpassungen an der Firewall vorgenommen werden, damit externe Anwender durchgelassen und an die richtige Stelle geleitet werden. Externe Benutzer, ihre Beiträge, Kommentare und ihr Benutzerbild sowie die für Externe geöffneten Communities sind optisch markiert. So sehen Anwender jederzeit, ob die bereitgestellten Informationen nur intern zugänglich sind oder auch Unternehmens-externe Anwender diese sehen können.

Bei der Darstellung von Dateien können Administratoren den File Viewer aus dem Greenhouse Katalog mit einbinden. Die Dokumente werden nun in einer sogenannten Grid-Ansicht dargestellt. Der Anwender sieht hier bereits eine kleine Voransicht der eingestellten Office-Dokumente oder Grafiken. Durch einen Mouse-Over Effekt über ein Objekt erhält man weitere Informationen, beim Mouse-Klick öffnet sich die Vorschau.

Rückmeldungen auf der Konferenz

Einige Konferenzteilnehmer hatten bereits die vor wenigen Tagen aktualisierte iOS Version der Connections-App eingespielt. An dieser Stelle sieht man bei der Entwicklung die größten Sprünge. Vor allem die Historie der letzten verwendeten Objekte ermöglicht einen schnelleren Zugriff auf die aktuellen Aufgaben und Arbeiten.

Der Activity-Stream ist verfeinert und weiterentwickelt worden, ebenso wurde die Navigation angepasst und optimiert. Typeahead gibt es nun an verschiedenen Stellen, Hashtags und @-Mentions sind an weiteren Stellen verfügbar und Kommentare haben ein neues, besseres Layout und ein einfacheres Handling. Über eine Erweiterung aus dem Greenhouse Katalog können nun „Polls und Surveys“ für beliebige Abfragen durchgeführt werden. Neben die bisher bereits für den Desktop, iOS und Android verfügbare Offline-Funktionalität für Dateien gibt es diese Möglichkeit nun auch für Blogs. Die beiden letzten Neuerungen zielen vor allem auf kostenfreie Dienste im Web, die Mitarbeiter häufig außerhalb der Unternehmensgrenzen für die Abstimmung von Terminen oder dem Austausch von Dateien nutzen und somit eine Sicherheitsrisiko bedeuten können.

Eine Kritik der Konferenz-Teilnehmer war, dass IBM die Entwicklung vor allem auf neue Funktionen ausrichtet und sich weniger um das „Aufräumen“ bereits entwickelter Teile abzielt. Ob dies bei diesem Release besser geworden ist, wird sich zeigen. Jedoch hat die IBM laut eigener Aussage ihre eigenen Server für mehrere hunderttausend Benutzer an einem Wochenende vor wenigen Tagen problemlos umgestellt.

IBM Connection 5 soll im 2. Quartal verfügbar sein, einigen Erweiterungen wie die Konnektoren folgen in den Wochen darauf. Über die Lizensierung der externen Benutzer gibt es noch keine konkreten Aussagen.

Unsere Empfehlung von Crisp-Research:

Die IBM wird sich beim Wettrennen um Mittelstandskunden nicht mit einigen anderen, meist kleineren Social Collaboration Herstellern bei der Anhäufung von Tools und Funktionen messen können. Deren Stärke ist es, ein fertiges – sprich kaum anpassbares – und häufig in der Cloud genutztes Social-Tool anzubieten.

Konsequenterer Ausbau zu einer modularen Plattform statt vorgefertigte Tools und Funktionen

Die Stärke von IBM Connections ist der Einsatz als Integrationsplattform im Unternehmen, d.h. ein starkes Backend mit einem umfangreichen und ausgereiften API Angebot. Hier bietet IBM bereits heute viele Möglichkeiten an. Jedoch muss das System noch modularer werden. IBM, Partner und Unternehmen können dann auf Basis einer einheitlichen Technologie und in einem modernen Layout-Framework ihre Anwendungen entwickeln und hinzufügen. An dieser Stelle ist das Konzept noch zu starr. Öffnet sich IBM an dieser Stelle wieder stärker, dann wird Connections gemeinsam von und mit Kunden und Partnern zu einem attraktiven, integrierten Kommunikations-Arbeitsplatz der Zukunft entwickelt werden.

Auch wenn viele Anwender am Layout der 90iger Jahre festhalten: Es wird Zeit, dass IBM mehrere mutige Schritte nach vorne geht. An der immer wieder hervorgehobenen User-Experience muss noch intensiv nachgebessert werden. Die Version 5 hat mit der Grid-Darstellung, Mouse-Over-Effekten und der gelungenen iPad-App zwar einiges aufgeholt, aber der große Wurf steht noch aus.

Fazit:

Connections 5 ist ein weiterer, konsequenter Schritt der bisherigen Entwicklung. Beim weiteren Ausbau, der von nun an „Connections Next“ lautenden Version, wird es interessant zu sehen sein, ob IBM die Plattform wieder mehr hin zu einer leistungsfähigen Social Plattform mit einem starken Backend entwickelt oder ob die Entwicklung mehr in Richtung einer Toolbox geht. Außerdem wird es Zeit, dass das Layout weiterentwickelt wird. Mit IBM Mail Next und dem für einen großen Kunden entwickelten Tool „Touchpoint“ kann man auf große Schritte in eine moderne Richtung hoffen.

IBM - Vorstellung Connection 5

IBM zeigt den nächsten Schritt von Mail Next

Original: Nach 48 Jahren setzt IBM eine interne Anweisung von T. J. Watson jr. erfolgreich um!

1966 verfasste T. J. Watson jr. ein Schreiben, in dem er folgendes formulierte: „Good design is good business“. Er bat darum, sein Anliegen sofort anzuwenden. Dieses Begehren wird nun endlich nach einem halben Jahrhundert umgesetzt. Gestern stellte die IBM in einem Webcast den aktuellen Stand der nächsten Generation E-Mail vor. Um es kurz zu sagen: Das Ergebnis ist ein sehr großer, sehr wichtiger und eine sehr notwendiger Schritt für die IBM, die Business Partner und ihren Kunden.

IBM zeigt ihr ersten Ergebnisse ihres neuen Entwicklungsansatzes

Wie bereits auf der IBM Connect Ende Januar in Orlando angekündigt, macht IBM nun ernst mit dem Thema „Design Thinking“. Soweit man es von außen sehen kann, ist diese neue Art Probleme zu lösen und Lösungen zu finden keine Marketingphrase, sondern wird konsequent im gesamten Software Entwicklungsprozess ein- und umgesetzt. Bereits beim Webcast konnte man erste Elemente entdecken, bei denen Anwender mitgewirkt haben. Das neue IBM Mail Next ist erfrischend neu, es hat den technischen und langweiligen Charme der 90iger Jahre mit dem aktuellen Mail-Frontend weit hinter sich gelassen. Zum ersten Mal hat man das Gefühl, dass eine IBM Anwendung aus Sicht der Anwender entwickelt wurde und von Webdesignern, frei von bisherigen Zwängen und Restriktionen, konsequent umgesetzt wird.

In Orlando konnte man sich noch wundern, warum von der IBM nur ein paar Hochglanz-Screenshots und kein fertiges Produkt zu sehen war. Nun wird klar warum: Diesen großen Schritt geht die IBM gemeinsam mit Ihren Partnern und Kunden. Sie können aktiv an der Gestaltung teilnehmen. Bei den Entwicklungen in der Vergangenheit hatten nur sehr wenige Außenstehende die Möglichkeit Einfluss zu nehmen. Jetzt lädt die IBM alle Interessierten ein, sich daran zu beteiligen.

Vorstellung von zwei neu gestalteten Kernfunktionen: Kalender und Suche.

Der Kalender wird in einer vollständig neuen Form dargestellt. Bisher wurden Kalender immer in einer Tabellenform dargestellt. In Mail Next erscheint am unteren Ende, gut sichtbar, ein Balken mit den freien und den reservierten Zeiten. Details werden angezeigt, wenn man mit der Maus über den entsprechenden Bereich fährt. Was in der Präsentation nicht zu sehen war, sondern nur erwähnt wurde ist, dass der Benutzer bei der Auswahl eines Termins alle relevanten Informationen zu diesem Ereignis zur Verfügung gestellt bekommt: notwendigen Unterlagen, Personen die involviert sind, der Ort usw. Es sollen dabei nicht nur die Informationen aus dem Kalendereintrag, sondern auch aus weiteren Quellen mit einbezogen werden.

Quelle: IBM

Einen aus IBM Connections bereits vergleichbar verfolgten Ansatz geht IBM bei der Suche. Nach und nach gibt der Anwender immer mehr Details zur Suche ein. Mail Next zeigt dann das Resultat umgehend an. Die Suche beschränkt sich nicht nur auf die Inbox, sondern greift auch auf andere Quellen, z.B. Connections, zu. Hat der Anwender das gewünschte Ergebnis, kann diese Suchfolge für künftige Abfragen gespeichert werden. So wird man für laufende Projekte oder aktuelle Themen entsprechende Suchen definieren, um sich dann immer aktuell die Ergebnisse anzeigen zu lassen. Bei Bedarf können diese gespeicherten Suchanfragen individuell erweitert werden.

IBM baut Mail aus und stärkt damit auch das Social Business

Dass das Produkt IBM Domino ein leistungsstarker Mailserver ist, ist unbestritten. Die Anwender stören sich an dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Mailclient. Dieser ist alles andere als funktional und schön. Im ersten Moment verwunderte die von IBM gemacht Rolle rückwärts beim Thema „E-Mail“. In den vergangenen Jahren wurde immer und immer wieder der No-Mail-Ansatz propagiert; Connections ist die Lösung aller Kommunikationsprobleme. Nun wird der Weg, den die IBM geht, klarer. Das Rückgrat einer modernen Kommunikationsinfrastruktur besteht aus zwei Säulen: Social Networks und E-Mail. Beide haben ihre Berechtigung und ihren jeweiligen Einsatzbereich. Wenn beide kombiniert und integriert unter einer schicken und modernen Oberfläche eingesetzt werden – man darf gespannt sein, wie sich Connections Next Ende Mai präsentiert – erhält der Anwender die Möglichkeiten, die in einer moderne Kommunikationswelt das Arbeiten optimal unterstützen.

Quelle: IBM

Gespannt darf man sein, ob den Entwicklern und damit auch den Unternehmen für ihre eigenen Anwendungen diese neuen Entwicklungen zur Verfügung stehen werden. Noch immer ist eine der Stärken von Domino, dass man sehr schnell kleine und feine sowie große und komplexe Anwendungen entwickeln kann. Die Business Partner und die Unternehmen würden von dem neuen Gestaltungs- und Entwicklungsansatz massiv profitieren.

Werden die Partner und Anwender diesen Weg mitgehen?

Ob alle Partner und Anwender mit dem neuen Ergebnis zufrieden sein werden? Wahrscheinlich nicht, viele hängen doch an ihrer liebgewonnen Umgebung. Aber das darf IBM nicht auf dem Weg ins neue Design Zeitalter stören. Die aktuellen Entwicklungen sind richtig und lange überfällig. Man kann nur hoffen, dass IBM den langen Atem hat und konsequent diese Form der Entwicklungen weiter beibehält und ihre Partner und Kunden diese Reise mitgehen.

Endlich kann man als IBM Anwender auch mal mit einer coolen Software arbeiten. Mr. Watson wäre sehr stolz gewesen.

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Mein Wunsch an die IBM und ihr Produkt Connections

In dieser Woche sind einige Bekannte  und Kollegen aus meiner persönlichen „IBM Community“  in die USA geflogen, um dort mit den IBM Verantwortlichen über Produkte usw. zu sprechen. Ich bin aus dieser Runde gebeten worden ihnen zu schreiben, was ich denn gerne anders hätte bei den IBM Produkten. Das ich gerne einiges anders hätte, habe ich bereits in meinem Beitrag über die IBM BusinessConnect verarbeitet und bekannt gegeben. Als ich von den Reisenden gefragt wurde, fiel mir natürlich spontan nichts ein.

Dann aber öffnete ich gestern eine der Präsentationen von der vergangenen IBM BusinessConnect Konferenz und sehe dort einen kleinen Teil aus der Zukunft von IBM Connections. In der glasklaren Kristallkugel war eine Ergänzung für Umfragen und Abstimmungen zu sehen. Yeah, darauf haben wir alle gewartet.

Ich verstehe vieles nicht, aber vor allem verstehe ich die IBM mit ihrer Produktentwicklung nicht. Warum vergeudet die IBM ihre Entwicklerressourcen, um eine Poll-Funktion in das Produkt zu integrieren. In Q2 im kommenden Jahr werden wir dann den integrierten Taschenrechner und im Jahr darauf die ultimative Notizzettelfunktion dazubekommen.

Warum entwickelt die IBM nicht ein Social Network Framework rund um den Activity Stream (AS). Das ist der Kern der Anwendung. Um den dreht sich alles. Dazu gehört eine einfach anpassbare Benutzeroberfläche inklusive individueller nutzbarer Funktionen und das ganze Thema „Layout“. Dazu gehört auch eine intelligente Auswertung, auch wenn ich persönlich die ganzen Statistiken für überbewertet halte – rechnen können sie bei der IBM ja gut. Außerdem gehört eine wirkliche embedded Experience dazu. Diese muss vor allem cool (und sexy) sein, grafisch ganz vorne mit dabei sein – Touch kommt, in welcher Form auch immer – und orientiert euch noch stärker an Google, Facebook und Apple. Dazu vielleicht noch ein rudimentärer, aber ausbaubarer Profilbereich.

Das ganze wird umgeben von einem modularen Framework. Ein Framework, das so gestaltet ist, dass es um IBM eigene und „fremde“ Module beliebig ergänzt werden kann. Basis hierfür sind die Communities. Communities sind nicht mehr nur Themenspeicher, bei denen man entscheiden kann ob man Blogs nutzt oder nicht, sondern sie bilden die Basis für die Erweiterung durch Module.

Warum das Ganze? Wenn ich mir die einzelnen Bausteine anschaue, wie z.B. Blog, Wiki und die wahnsinnig ausgefeilten Lesezeichen, dann schüttelt es mich immer wieder. Warum schüttelt es mich? Weil es diese Module einzeln oder in anderen Produkten schon viel ausgefeilter und schicker und besser und was auch immer gibt.

Ihr habt eine so große Entwicklercommunity, die können so tolle Sachen entwickeln, auf die ihr gar nicht kommt, kommen könnt. Ihr habt Kunden, die haben so vielfältige Anforderungen und Ideen, die ihr gar nicht alleine erfüllen könnt. Die wollen sich auch nicht auf Dauer mit einer halbfertigen Blog-Implementation zufrieden geben oder einem System, das nicht bzw. nur sehr aufwendig an die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden kann.

Ja, ja, werde jetzt zu hören bekommen, das geht schon alles in Connections. Pustekuchen. Der Unterschied ist, ich meine ein richtiges modulares und auf individuelle Erweiterungen ausgelegtes System und nicht eines, wo man irgendetwas anflanschen kann. Und in einigen Bereichen macht ihr es ja auch: FileNet Integration, IBM Docs (das mir ziemlich gut gefällt), Sametime (Integration kann hier noch besser werden) usw. Stellt euch mal vor, egal wo man in diesem schönen neuen System auf eine Datei stößt, es öffnet sich immer IBM Docs, ich kann es editieren und danach ist es wieder wie von Zauberhand im Blog, im Wiki, in der Dateiablage oder auch in einem Modul eines Drittanbieters.

Überlegt euch mal, eure Kunden und Partner entwickeln auf Eurer IBM Connections AS-Solution die Module, die sie brauchen. Sie entwickeln ein richtiges Projekt-Management-Tool auf dieser Basis, gekoppelt mit IBM Docs, den relevanten Daten aus SAP und einem richtigen PM Tool mit allem Drum und Dran (und nicht so ein abgebrochenes Aktivitäten-Dingsda).  Oder ein anderes Unternehmen möchte so etwas wie „Twitter“ haben und nichts anderes. Auch wäre  ein rein Dokumenten-basiertes Social Intranet möglich. Business Partner entwickeln aufgrund ihrer Spezialisierung eine Connections-Paketlösung für die XYZ Industrie.  Wer dann mehr braucht, ergänzt die bestehenden Lösungen und Module. Dazu noch eine echte Mandantenfähigkeit und eine saubere integrierte Integration interner und externer Personen. Damit dieser unnötige Hick-Hack aufhört, dass man intern mit Connections arbeitet und Externe via Mail einbezieht (Ich weiß, ihr habt da was in der Cloud). Außerdem sehen diese Plattformen so aus, wie es der Kunde gerne hätte!

Apropos Mail: hört mit dieser künstlichen Trennung auf. Versucht mal Normalsterblichen Sachbearbeitern zu erklären, wann eine E-Mail und wann ein Community Beitrag sinnvoll ist. Erweitert den AS lieber um die „Inbox“ und macht daraus ein intelligentes System: Ein Eintrag wird zur E-Mail, wenn es notwendig ist. Ansonsten bleibt es für die anderen „Empfänger“ im Stream.

Bitte liebe IBM, geht nochmal 2 Schritte zurück, schmeißt alles raus aus Connections, was nicht zum Kern gehört, konzentriert euch auf das Wesentliche und baut ein echtes modulares und einfach erweiterbares System auf. Back-End entwickeln könnt ihr, inklusive Server, Datenbanken, Schnittstellen und den notwendigen Standards, aber überlast euren Partnern und Kunden das „Front-End“.

Daraus werden sich tolle neue Lösungen entwickeln. Warum? Weil es dann möglich ist!

Vortrag: Working with the Activity Stream

2 Dinge habe ich eben erfahren: Einträge im AS sind in der Regel nur 30 Tage dort vorhanden und man kann unter fremden Namen dort über die API Einträge einstellen.

Das erste ist vernünftig, leider für ein geplantes Projekt untauglich. Das zweite finde ich gut, da man damit aus einer Notes Anwendung heraus Dokumente im AS einstellen kann und dabei den ursprünglichen Autor als Ersteller eintragen.

 

IBM Notes/Domino vs. IBM Connections

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus meinem Artikel im dok.magazin

IBM (ehemals Lotus) Notes/Domino bietet bereits seit über 20 Jahren Funktionalitäten, die über die reine E-Mail Kommunikation hinausgehen. Unterhält man sich mit langjährigen Notes-Anwendern über die Vorzüge von Social Business-Plattformen, erhält man oftmals nur ein kurzes Schulterzucken und die Antwort, dass man bis auf das „Liken“ und das „Freunde Netzwerk“ bereits alles lange kennt und nutzt. Lediglich diejenigen, die Domino als reinen E-Mail-Server einsetzen, sehen größere Unterschiede.

Vergleicht man die Social Business-Plattform IBM Connections mit IBM Notes/Domino, würde sich eine Liste im Wesentlichen auf einen gravierenden prinzipiellen Unterschied beschränken: Domino-Anwendungen speichern die Informationen in einer Datenbank und diese wird zentral administriert, d.h. eine zentrale Stelle entscheidet darüber, ob es diese Datenbank gibt, wer sie nutzen darf und wer nicht. IBM Connections funktioniert genau anders herum. Der Anwender selbst sucht sich die Kollegen, Blogs und Communities aus, die für seine Arbeit relevant sind. Es ist die Verlagerung der Verantwortung bei der Nutzung von Informationen. Der Mitarbeiter ist selbst dafür verantwortlich, an die für ihn notwendigen Informationen zur Erfüllung seiner Aufgaben zu kommen oder diese bereitzustellen.

Dieser Unterschied wird an einem Beispiel deutlich: Der Verantwortliche eines Unternehmens adressiert in regelmäßigen Abständen die gleiche Nachricht via E-Mail an alle Mitarbeiter, diese wurde x-fach in die jeweiligen Inboxen verschickt. Damit nicht jeder Anwender hausweite E-Mails versenden kann, wurden aufwändig Sperren eingebaut. Viel IT-Aufwand wird betrieben, um diesen Vorgang zu optimieren. Mit allen Vor-, aber in diesem Fall auch jeder Menge von Nachteilen:

  • War ein Fehler in der E-Mail, dann ist dieser bei allen Empfängern, ein weiterer Versand wird notwendig.
  • Die Datenmenge ist in größeren Unternehmen beträchtlich.
  • Die E-Mail wurde außerdem für spätere Recherchen in einem Online-Archiv gespeichert.
  • Ein wirklicher Rückkanal ist nicht vorhanden bzw. unerwünscht.

In IBM Connections wird für diese Aufgabe ein Blog eingerichtet. Mitarbeiter abonnieren diesen und bleiben so auf dem Laufenden. Ein öffentlicher Austausch ist über die Kommentarfunktion möglich (und erwünscht). Die benötigten IT-Ressourcen sind marginal. Bei einem Fehler in der Nachricht ist der Beitrag schnell korrigiert. Aber: Jeder einzelne Mitarbeiter ist selber dafür verantwortlich, den Blog der Chefetage zu abonnieren.